Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Mittwoch, 17. September 2008

Vor meiner morgendlichen Hunderunde hab ich noch schnell das Futter für die Loris zusammengemischt (mit leckerem Honig, Lori-Spezialfutter und Körnern). Rein damit in die Futterschalen ... und als ich vom Hunde-Morgen-Walk zurück kam, saßen da keine Loris, sondern Kakadus und taten sich gütlich. Die gefiederten Gäste hier im Garten werden nicht nur mehr, sondern auch immer größer! Brunis Kommentar: So geht auf keinen Fall weiter, das ist ein unhaltbarer Zustand!!! ... Die Liebchen brauchen einen größeren Futterplatz! ;-)

Insgesamt hatten wir 7 Kakadus zu Gast - und als sie weg waren, trauten sich dann auch die Loris an die Reste des Frühstücks.

So, dann wollen wir mal Landschaftsgärtner spielen - und die Pflanzen am Pool umbetten. Der Pool muss repariert werden, und einige der dort stehenden Pflanzen müssen weichen. Also - ab zu Bunnings, Handschuhe, Pflanzerde usw. holen, und dann wird in die Hände gespuckt und das heutige Wetter (es ist ewas kühler und bedeckt, der Planet heizt nicht so) ausgenutzt.


Montag, 15. September 2008

So, dann machen wir mal den nächsten Haken: Wir haben heute endlich ein Haus gefunden und mieten können. Ab kommenden Montag haben wir also offiziell ein Dach über dem Kopf, ne eigene Anschrift - und können so langsam richtig ankommen. Denn auch der Container steht bereits im Hafen von Brisbane, in ca. 2-3 Wochen haben wir vermutlich unsere Sachen wieder, so die Auskunft der hiesigen Firma, die für die Quarantäne zuständig ist.

Bilder vom Häusle folgen demnächst.

Pascal hat nun endlich der Alltag eingeholt. Sein erster Schultag liegt hinter ihm - und es hat ihm sogar Spaß gemacht (im Sport gabs Cricket ... vielleicht haben wir ja bald mal jemanden, der uns die Regeln erklären könnte?)

Samstag, 13. September 2008

Hurra... wir haben sie wieder. Ich glaub, das denkt sie auch! War das eine Wiedersehensfreude! Batsi war ja kaum zu bremsen und zu halten. Pascal hats fast von den Füßen gerissen ... und wir hatten auch unsere Mühe - so aus dem Häuschen haben wir die Süße ja noch nie erlebt! N paar Kilo leichter ist sie (steht ihr aber gut, und gut bepackt war sie ja vorher ;-) und sie hat sich ziemlich heiser gebellt. Eine Stimme wie ein Neufundländer... wow. Winseln (hat sie vor Freude sonst immer gemacht) geht im Moment garnicht. Muss wohl ziemlich aufregend gewesen sein, was da in der Quarantäne abging. Na, nun hat sie es ja überstanden. Und weicht uns nicht mehr von der Seite.

Auf der Rückfahrt haben wir dann in Nundle übernachtet - incl. frostigen Nachttemperaturen (Diana, pack warme Klamotten ein, wenn Ihr diese Strecke fahrt!!!) und incl. Funkloch ... deshalb auch erst jetzt der Bericht (sorry). Heute früh ging es dann weiter - über den traumhaft in wildromantische Landschaft eingebetteten New England Highway. Wer wollte doch gleich wissen, ob es in Australien Berge gibt und ob wir den Harz vermissen würden? Also - laut der Ortsschilder befanden wir uns zeitweise auf über 1000 Meter Höhe! Eine herrliche Strecke, viel weniger befahren und teils in viel besserem Zustand (und weniger Baustellen) als der Pazific Highway entlang der Küste.

Kurz hinter Glen Innes durften wir dann - auf dem Highway - Country-Leben live erfahren: Eine riesige Rinderherde zog auf dem Highway bzw. links und rechts davon entlang, gemächlich grasend. Was uns Stop and Go bescherte und eine recht amüsante Verschnaufpause bot. War wirklich lustig anzusehen - wir haben uns zeitweise gefragt, warum wir im Juli noch so viel Eintritt für den Serengeti-Park in Hodenhagen bezahlt haben ... das Feeling war ähnlich, hier hatten wir es quasi in "freier Wildbahn" ;-)


Nach über 1000 km (Sydney - Brisbane) sind wir nun geschafft, aber glücklich wieder im Headquarter... ab ins Bett.

Ähm... wie jetzt? Gestrickte Schlafanzüge? Könnte in den Höhenlagen, durch die wir fuhren, ne Marktlücke sein - zumindest für die Touristen *grins*

Donnerstag, 11. September 2008

Da der Tag lang war und wir nun grade erst vor 1 Stunde wieder in unserem Bungalow eingetrudelt sind, gibts zur Abwechslung mal nur einen kurzen stichpunktartigen Abriss des Tages. Nach der morgendlichen Raubtierfütterung sind wir Richtung Circular Quay gestartet.

- mit der Fähre eine Hafenrundfahrt nach Manly und zurück


- ein paar Schritte durch den Botanischen Garten (vorbei am Government House)
- das historische Viertel von Sydney "The Rocks" erkunden
- per Bus zurück nach Chatswood
- dort ein bisschen schlendern und dann ein kurzes ziemlich spontanes Treffen mit Ela (und Familie) sowie Tanja - alles aus dem Australien-Forum.

War ein lustiger, anstrengender, aber diesmal nicht ganz so kalter Tag. Ab ins Bett, damit wir morgen fit für die hoffentlich heftige Wiedersehensfreude sind, wenn wir Batsi abholen...

Mittwoch, 10. September 2008

4 Polyester-Nicki-Decken, 1 "Laken" und 1 Tagesdecke konnten nicht verhindern, dass wir in der vergangenen Nacht ziemlich gebibbert haben und es elend lange dauert, bis unsere Füße warm wurden. Ich glaub, das letzte Mal haben wir so gefroren, als wir noch auf den Mittelaltermärkten in unserm Zelt genächtigt haben... Aber kaum war die Sonne raus, wurde es warm - zumindest solange man sich nicht im Schatten aufhielt. Und so deckten wir zuversichtlich unseren Frühstückstisch auf der Veranda in der Morgensonne. Dauerte garnicht lange, waren auch die Kookaburras wieder zur Stelle. Und - diesmal war Simon derjenige, dem einer der frechen Gesellen den Toast klauen wollte. Natürlich wartete der Frechdachs, bis Simon Butter drauf gestrichen hatte. Ohne ist es ja zu trocken... Simon konnte grade noch schützend seine Hand über den Teller halten - sonst wär die Scheibe Brot wohl in einem fremden Magen gelandet.

Fürs Sightseeing haben wir uns dann n bisschen wärmer angezogen. Und dann gings los. Erst mal auf die OZ-Tour im Sydney-Tower, dann hoch auf die Aussichts-Ebene. Als es sich oben mit Schulklassen auffüllte, trollten wir uns wieder und schlenderten in Richtung Darling Harbour, vorher natürlich noch eine kleine Stipvisite im Queen Victoria Building. Einfach, um mal reingeguckt zu haben... Auf der Brücke nach Darling Harbour wars dann schon wieder schön kühl und windig.

Und da der Sommer vor der Tür steht, musste jetzt endlich mein heiß ersehnter Jacaru her. Letztes Jahr hab ich ihn nirgends in meiner Größe bekommen - aber jetzt hatte ich Glück! Nun kann der Planet brennen, wie er will, ich brauch keine Angst vor nem Sonnenstich haben ;-)

Dann gings ins Aquarium. Super schön angelegt, sehr informativ und interessant! Incl. der süßen Seehunde ...


Und bevor es zurück geht, ein letzter Blick auf Darling Harbour in der Abendsonne.

Bevor wir aber endgültig in Richtung Campingplatz fuhren, musste noch ein Pyjama her - für die nächste kalte Nacht im Bungalow. Ob das Teil eher für die Optik ist oder wirklich warm hält, werde ich sehen. Es ist recht dünn, aber ich bin froh, überhaupt sowas wie einen Schlafanzug gefunden zu haben... in einer "Normalgröße". Irgendwie ist XXL in der Nähe zu Asien nicht das, was es in Europa ist *grins*. Achja - und im Untergrund des Queen Victoria Buildings haben wir bei dem deutschen Bäcker noch schnell ein halbes "Lüneburger" eingesackt. Das sieht genauso aus wie in Deutschland ... und wir konnten locker in Deutsch bestellen und bezahlen. Also wirds wohl auch endlich mal wieder lecker schmecken (hatte ich erwähnt, dass ich eh kein Weißbrot-Fan bin und dieses Labber-Toast inzwischen irgendwie nicht mehr sehen kann? Sobald mir n anständiger Brotback-Automat unter die Finger kommt...!!!)

Dienstag, 9. September 2008

Hallöchen aus Sydney!

Wir sind inzwischen gut im Lane Cove River Park angekommen. Kurz nach 7 heute früh sind wir wieder rauf auf den Highway und haben erst mal ein paar Kilometerchen gemacht. Wollten eigentlich in irgendeinem McCafe ein Frühstück einnehmen, aber es kam uns einfach keins entgegen! ;-) Plötzlich tauchte am linken Straßenrand "The Rock" auf - Blinker gesetzt und ran an den Uluru-"Abklatsch". Frühstück bei Pie-Man... kam uns alles irgendwie sehr bekannt vor. Selbst die Uhrzeit war fast dieselbe wie letztes Jahr.

Gegen 12 fuhren wir dann in Sydney ein und halb 1 standen wir vor unserer "Cabin" - einem überaus komfortabel eingerichteten Bungalow auf dem Campingplatz. Großer Wohn-, Ess- und Küchenbereich, WC, Bad mit Dusche, Schlafzimmer (kann man schon so nennen) mit Doppelbett sowie "Kinderzimmer" mit 1 Etagenbett und einem Einzelbett - am Haus Veranda mit Tisch und Stühlen. Und kaum hatten wir das Auto ausgeräumt und abgeschlossen, waren schon die ersten neugierigen Parkbewohner zur Stelle:

Wir hatten ja noch Brot im Gepäck ... und so sagten wir erst mal "G'day". Die Herrschaften sind immer noch genauso frech wie letztes Jahr. Und da der Platz zur Zeit noch ziemlich leer ist, konzentriert sich das Interesse der gefiederten Gesellen auf die paar bewohnten Bungalows. Pascal hatte seine helle Freude.

Nachmittags kurz einen Abstecher nach Chatswood - einkaufen (wir haben sogar den Aldi gefunden!). Unsere Rückkehr war offensichtlich beobachtet worden, denn als wir die Veranda betraten, waren dann auch die Piepmätze wieder da. Und: der Kookaburra. Ab und an hatte Pascal direkt Angst um seine Finger. War das derselbe Frechdachs, der mir letztes Jahr mein Toast hinterrücks geklaut hatte???

Inzwischen ist es dunkel und Simon schleicht mit Pascal um die Hütte, um das Possum mit Banane zu füttern. Mir ist es zu kalt draussen... boah, wie angenehm war es doch in Queensland! Hier ist es richtig richtig richtig... brrrr, wenn die Sonne untergeht (und tagsüber auch im Schatten). Man gut, dass wir warme Sachen dabei haben - und unser Bungalow neben dem TV auch ne Aircondition mit Heizer *freu*! Für morgen haben sie an den Küsten-Suburbs max. 17° angesagt. Das könnte ne kühle Hafenrundfahrt nach Manly und zurück werden. Also Memo an mich selbst: Erst Hafenrundfahrt, dann in den Botanischen Garten auf irgendeine Frühlingswiese und in der Sonne Wärme tanken und die erforenen Glieder auftauen ;-)))

Na, dann werden wir mal ein Käffchen schlürfen, den Abend ausklingen lassen und uns auf den morgigen Tag vorbereiten. Sightseeing. Die Jungs streiten noch, in welcher Reihenfolge wir starten. Aber wenn 2 sich streiten, freut sich ja bekanntlich ... die Antje.

PS: Nachtrag gegen 21:30 Uhr. Die Männer sind fündig geworden - und das Possum ließ sich von der dargebotenen Banane überzeugen. Selbst der Blitz hat es nicht verscheucht - und als die Leckerei alle und Pascal und Simon wieder im Bungalow waren, spazierte es gemütlich über die Veranda, um zu schauen, ob da vielleicht noch was rumliegt - und warf einen neugierigen Blick durch die Scheibe zu uns ...



Montag, 8. September 2008

ßßßßßuuuuu Befehl! Wir genießen die schönen Ecken - uns ist die Strecke ja vom letzten Jahr bekannt. Meine Güte, was haben wir damals getrödelt! Bis nach Taree haben wir es soeben geschafft! Und uns ein Zimmer in einem Motel 500 m vom Highway genommen. Die restlichen 300 km bis Sydney fahren wir dann morgen. Sind ja immerhin schon seit halb 4 in der früh auf den Beinen!

Der erste Stopp erfolgte in Byron Bay - kurz vor 9 frühstücken unterm Leuchtturm! Das Wetter war herrlich, ein laues Lüftchen wehte, Wärme lag in der Luft, der Himmel war unglaublich blau (das hatten wir ja vom letzten Jahr anders in Erinnerung), und der Leuchtturm war noch genauso schön wie wir in kennen...



Vater und Sohn unterm Leuchtturm...

In der Nähe der Küste haben wir sogar einen Wal gesichtet - und m
ehrere Delfine etwas weiter weg! Nach einem kleinen Frühstück gings dann weiter, halb 2 trafen wir uns mit Mel und Steve (die mit Camper-Gespann und Hunden aus dem Urlaub und uns entgegen kamen) in Coffs Harbour im "Clog Barn", einem leckeren Holländer direkt am Highway.

Natürlich (!!!) mussten wir auch bei FREDO-PIES wieder anhalten (klaro, der Highway führt ja immer noch direkt dran vorbei) und haben uns noch Futter fürs Abendessen besorgt. Und vorher haben wir leider den Dorrigo Nationalpark rechts liegen lassen (alles Betteln hat bei Simon nichts genützt - er hatte keine Lust auf die fetzigen Serpentinen, dabei haben wir doch im Vergleich zum letzten Jahr ein geländetüchtiges Fahrzeug und den Weg erkennen wir bestimmt wieder... ;-)))

Gegen 17 Uhr machte sich dann aber bei Simon (eigentlich bei uns allen) eine gewisse Bettschwere bemerkbar und wir beschlossen, dem erstbesten Hinweisschild zu einem Motel zu folgen, wenns dunkel ist. Und nun sind wir hier - kurz vor (oder in???) Taree in einem ziemlich großen Zimmer des Motels. Tolle Ausstattung und gute Qualität (eigentlich haben wir von einem Motel was anderes erwartet - obwohl wir noch gar keine Erfahrung dieser Art gemacht haben. Wir sind jedenfalls angenehm überrascht!).


1 Doppelbett, 2 Einzelbetten, Tisch und 3 Stühle, Handtücher und n Stück Seife für jeden, ein großer Kleiderschrank, TV, Kühlschrank (incl. Weingläsern und Kaffeesahne), Wasserkocher, n großes Bad mit Dusche!!! Wow... Da lässt es sich gut ruhen. Also dann: Gute Nacht.

PS: Eben war eine Email von der Quarantänestation im Postfach. Wir können Batida am 12. abholen, es ist alles im grünen Bereich. Na denn... süße Träume!