Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Samstag, 20. September 2008

Heute machten wir einen Ausflug ins "Hinterland" ... ins ziemlich hoch gelegene Hinterland. Wir fuhren nach Maleny, ins bayrische Restaurant "King Ludwig", um uns dort mit ein paar schon länger hier an der Ostküste lebenden Deutschen zum Schnaken und Erfahrungsaustausch zu treffen.

Auf der Fahrt dorthin machten wir Halt an einem beeindruckenden "Lookout" mit Blick über das weite Land bis hin zur Küste. Leider war es ziemlich diesig, daher konnte man nicht sooo weit schauen - aber die Küstenregionen rund um Caloundra waren durchaus erkennbar. Was uns immer wieder fasziniert, sind die beeindruckenden Bergregionen und Höhenlagen in relativer Küstennähe ... eine traumhafte Landschaft.


Das "King Ludwig" hat einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung - und die Glasshouse Mountains. Und eine leckere bayrische Küche. Für uns gabs heute Leberkäse, Jägerschnitzel und Bauernschmaus (mit Sauerkraut).

(oben die Glasshouse Mountains - unten eine lustige Runde, 18 Leute waren wir, die weiteste Anreise hatten Eli und Willi, die ihren Urlaub hier in Australien verbringen)

Nach dem Essen machten wir einen Verdauungsspaziergang im nahe gelegenen Mary-Caincross-Park und tauchten in den dichten Regenwald ein...


Hier gabs traumhafte Ein- und Ausblicke, Verstrickungen und Verwurzeltes. Und die Vogelwelt unterstrich mit exotischem Gesang die tropische Atmosphäre.

Zum Kaffeekränzchen fanden wir uns bei Melanie in Dayboro ein. So viele Leute hatte sie wohl noch nie in ihrem Haus. Es war lustig und entspannt - und hier mal ein großes Dankeschön an Melanie, die quasi das Tagesgeschehen seit Wochen organisiert und geplant hatte.

Kaum waren wir kurz nach Einbruch der Dunkelheit wieder zu Hause, kam das Gewitter runter, was uns als Wetterleuchten schon auf der Heimfahrt von Dayboro aus begleitet hatte. Und nun regnet es... Egal, es wird Nacht, die Region brauchts sowieso und wenn wir schlafen, stört es uns auch nicht. Nur das Donnern könnte n bisschen leiser sein ;-)

Freitag, 19. September 2008


Unser neues Heim wartet auf uns - und auf unsere 7 Sachen. Strom ist bereits angemeldet... eigentlich kanns losgehen, ab Mittwoch ist der Anschluss freigeschaltet. Hipp hipp hurra!

Erster Tagesordnungspunkt heute: Unserem Container-Lieferanten die Zieladresse unserer 7 Sachen mitteilen. Also sind wir nach Caboolture gefahren - und bei Conroy stand doch tatsächlich UNSER CONTAINER auf dem Hof...

(Das ist ein Bild von der Abfahrt am 5.8.) Der Hof der Firma stand voller firmeneigener und einiger fremder Container. Und mittendrin stand dieser blaue hübsche schnucklige saubere (!!!) Container. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das NICHT unser Hab und Gut ist? Ziemlich gering, genau. Deshalb freuen wir uns jetzt erst mal, dass alles - zumindest äußerlich - gut hier gelandet ist. Hoffentlich sieht der Inhalt genauso unversehrt aus. Aber erst einmal muss ja noch die Quarantäne-Inspektion durchgeführt werden... in 2 bis 3 Wochen können wir mit der Lieferung rechnen.

Zweiter Tagesordnungspunkt war der Pflichtbesuch bei Bunnings: Die kleine Palme braucht ja ein ordentliches Fuss-Bett. Ein hoffentlich passender großer Blumentopf und gute Palmenerde stehen jetzt bereit und die Palme wird eingetopft.

Und dann gabs ja gestern bei Aldi Süd (also auch hier in Australien) den berühmt-berüchtigten Aldi-Kampftag. Den haben wir gestern links liegen lassen. Aber heute gabs kein Entrinnen, wir mussten sowieso einkaufen. Und haben einen Entsafter ergattert (den vorletzten). *freu* Ab sofort gibts leckere selbstgepresste Säfte.

Möchte jemand einen kleinen Maiskolben? Wir heizen gleich den BBQ an... ;-)

Donnerstag, 18. September 2008

Der Pool hat ein Leck - bzw. die Zuleitungen, die vom Dach von der Solar-Heizung kommen. Verursacht wurde der Schaden - so der Fachmann von der Pool-Firma - vermutlich durch die Wurzeln und das Gewicht der am Pool wachsenden Palmen. Um die Leitungen reparieren zu können, müssen aber erst mal die Pflanzen aus dem Weg. Die schöne Palme rechts im Bild (links neben dem rötlichen Strauch) kann nicht gerettet werden - sie ist einfach zu schwer, um sie wo anders hinzusetzen. Bei den anderen Pflanzen und der kleinen Palme links im Bild sieht das schon anders aus.

Da wir ja nun mal hier sind, noch keine beruflichen Verpflichtungen haben und uns so endlich einmal bei Bruni richtig erkenntlich zeigen möchten für ihre seit 13.8. gewährte Gastfreundschaft (okay, wir versorgen dafür ihre "Liebchen", während sie sich Australien und Thailand anschaut, aber das kann man ja nun nicht wirklich als "Arbeit" bezeichnen), nehmen wir die Gelegenheit wahr und kümmern uns um das Umpflanzen und Platz schaffen. Bruni weilt für 1 Woche im Hunter Valley auf einem Computer-Kurs. Da der Pool einen Tag nach ihrer Rückkehr repariert werden soll, spucken wir nun in die Hände...

2 Bilder für das Foto-Album - als Erinnerung. So sah alles aus, bevor wir mit den Garten-Arbeiten begannen.

Bei Bunnings (hach, wir haben diesen Baumarkt lieben gelernt!) haben wir gestern Pflanzerde und eine kleine Einfriedung für das neue Beet besorgt. Dann werden die Pflanzen nach Brunis Wünschen umgesetzt (von der Einfriedung hat sie allerdings keinen blassen Schimmer - hoffentlich freut sie sich ;-) ).

Nach 2 Stunden haben die Pflanzen ihr neues Zuhause bezogen, jetzt kann gewässert werden.

Das Resultat unserer Bemühungen ... also wir sind zufrieden. Jetzt muss nur noch alles wieder ordentlich anwachsen.

Dann gehts der großen Palme an den Kragen - leider. Uns blutet das Herz, aber wat mutt, dat mutt...

Wo rohe Kräfte sinnlos walten, kann keine Wurzel eine Palme halten ... ;-) Simon mutiert zum Baumschubser. Ausgeruht genug ist er ja zur Zeit.

... und noch mal kräftig geschubst ...

... dann liegt das Teil - und der Baumschupser ist stolz.

Morgen gehts mit der kleinen Palme weiter. Erst brauchen wir noch einen großen Blumenkübel und Palmen-Erde, denn diese Palme wollen wir retten. Wenn sich gar kein anderer Platz in Brunis Garten (oder vor dem Haus) findet, dann zieht sie eben mit zu uns in unsere neue Bleibe!

Mittwoch, 17. September 2008

Vor meiner morgendlichen Hunderunde hab ich noch schnell das Futter für die Loris zusammengemischt (mit leckerem Honig, Lori-Spezialfutter und Körnern). Rein damit in die Futterschalen ... und als ich vom Hunde-Morgen-Walk zurück kam, saßen da keine Loris, sondern Kakadus und taten sich gütlich. Die gefiederten Gäste hier im Garten werden nicht nur mehr, sondern auch immer größer! Brunis Kommentar: So geht auf keinen Fall weiter, das ist ein unhaltbarer Zustand!!! ... Die Liebchen brauchen einen größeren Futterplatz! ;-)

Insgesamt hatten wir 7 Kakadus zu Gast - und als sie weg waren, trauten sich dann auch die Loris an die Reste des Frühstücks.

So, dann wollen wir mal Landschaftsgärtner spielen - und die Pflanzen am Pool umbetten. Der Pool muss repariert werden, und einige der dort stehenden Pflanzen müssen weichen. Also - ab zu Bunnings, Handschuhe, Pflanzerde usw. holen, und dann wird in die Hände gespuckt und das heutige Wetter (es ist ewas kühler und bedeckt, der Planet heizt nicht so) ausgenutzt.


Montag, 15. September 2008

So, dann machen wir mal den nächsten Haken: Wir haben heute endlich ein Haus gefunden und mieten können. Ab kommenden Montag haben wir also offiziell ein Dach über dem Kopf, ne eigene Anschrift - und können so langsam richtig ankommen. Denn auch der Container steht bereits im Hafen von Brisbane, in ca. 2-3 Wochen haben wir vermutlich unsere Sachen wieder, so die Auskunft der hiesigen Firma, die für die Quarantäne zuständig ist.

Bilder vom Häusle folgen demnächst.

Pascal hat nun endlich der Alltag eingeholt. Sein erster Schultag liegt hinter ihm - und es hat ihm sogar Spaß gemacht (im Sport gabs Cricket ... vielleicht haben wir ja bald mal jemanden, der uns die Regeln erklären könnte?)

Samstag, 13. September 2008

Hurra... wir haben sie wieder. Ich glaub, das denkt sie auch! War das eine Wiedersehensfreude! Batsi war ja kaum zu bremsen und zu halten. Pascal hats fast von den Füßen gerissen ... und wir hatten auch unsere Mühe - so aus dem Häuschen haben wir die Süße ja noch nie erlebt! N paar Kilo leichter ist sie (steht ihr aber gut, und gut bepackt war sie ja vorher ;-) und sie hat sich ziemlich heiser gebellt. Eine Stimme wie ein Neufundländer... wow. Winseln (hat sie vor Freude sonst immer gemacht) geht im Moment garnicht. Muss wohl ziemlich aufregend gewesen sein, was da in der Quarantäne abging. Na, nun hat sie es ja überstanden. Und weicht uns nicht mehr von der Seite.

Auf der Rückfahrt haben wir dann in Nundle übernachtet - incl. frostigen Nachttemperaturen (Diana, pack warme Klamotten ein, wenn Ihr diese Strecke fahrt!!!) und incl. Funkloch ... deshalb auch erst jetzt der Bericht (sorry). Heute früh ging es dann weiter - über den traumhaft in wildromantische Landschaft eingebetteten New England Highway. Wer wollte doch gleich wissen, ob es in Australien Berge gibt und ob wir den Harz vermissen würden? Also - laut der Ortsschilder befanden wir uns zeitweise auf über 1000 Meter Höhe! Eine herrliche Strecke, viel weniger befahren und teils in viel besserem Zustand (und weniger Baustellen) als der Pazific Highway entlang der Küste.

Kurz hinter Glen Innes durften wir dann - auf dem Highway - Country-Leben live erfahren: Eine riesige Rinderherde zog auf dem Highway bzw. links und rechts davon entlang, gemächlich grasend. Was uns Stop and Go bescherte und eine recht amüsante Verschnaufpause bot. War wirklich lustig anzusehen - wir haben uns zeitweise gefragt, warum wir im Juli noch so viel Eintritt für den Serengeti-Park in Hodenhagen bezahlt haben ... das Feeling war ähnlich, hier hatten wir es quasi in "freier Wildbahn" ;-)


Nach über 1000 km (Sydney - Brisbane) sind wir nun geschafft, aber glücklich wieder im Headquarter... ab ins Bett.

Ähm... wie jetzt? Gestrickte Schlafanzüge? Könnte in den Höhenlagen, durch die wir fuhren, ne Marktlücke sein - zumindest für die Touristen *grins*