Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Heute stand der feierliche Abschluss des Schuljahres auf dem Programm - bzw. eine gebührliche Begrüßung der Weihnachtsferien = Sommerferien. Das heißt, ein Großteil unseres Englisch-Kurses (mit ganz wenigen Ausnahmen, die wegen Arbeitsaufnahme "entschuldigt" waren) hat eine Klassenfahrt nach Brisbane gemacht. Wir vergnügten uns bei über 35° im Schatten in demselben, soweit vorhanden.

Brisbane begrüßte uns mit seinem 20 Meter hohen Weihnachtsbaum, der schon von weitem am Ende der Queen St. zu sehen war.An seinem Fuss tummelte sich Santa Claus in seinem Schlitten - gezogen von seinen Rentieren.
Norma, unsere Lehrerin (Mitte - in rot-schwarz), versuchte unseren chaotischen Haufen zusammen zu halten und präsentierte uns eine tolle Stadt-Führung, wie sie wohl nur ein echter Brisbaner hinlegen kann.Die City Cat Fähre kämpft sich noch immer durch die braunen Fluten des Brisbane River, aber immerhin fährt sie wieder. Sie war einige Tage ausser Betrieb, weil nach dem Unwetter Mitte November zu viel Unrat (Äste usw.) im Wasser schwamm.
Von weitem winkte auch das neue Riesenrad, was inzwischen in Betrieb ist - mit Klimaanlage in den Kabinen. Das Rad ist dauerhaft hier aufgebaut und bietet mit 60 m Höhe einen tollen Rundblick über Brisbane (ich habs allerdings noch nicht ausprobiert - mal sehen, ob ich das irgendwann mal tue. Keine Ahnung, ob mein Magen da mitspielt.).
Wasserspiele am Fuss des Riesenrad's.
Und aus allen Richtungen eine tolle Perspektive von unten.
Unser alberner, verrückter Haufen bei der Lunchpause in einer schattingen Arena in Southbank.
So schnell, wie das Eis bei der Hitze tropfte, konnte man garnicht schlecken.
Mit der City Cat ging es dann den Fluss abwärts bis New Farm (Stadtteil von Brisbane). Sightseeing vom River aus - wieder einmal und immer wieder herrlich, vor allem mit der frischen Brise auf dem Fluss.


Interessanter Fahrrad-Parkplatz am Fähranleger in New Farm.
New Farm ist die älteste Parkanlage in Brisbane, die Bäume, die hier bei der Anlage des Parks gepflanzt wurden, sind mehr als 200 Jahre alt. Ausserdem gibt es hier einen schönen Rosengarten und kleine Skulpturen.
Und dann erreichten wir Chinatown im Fortitude Valley (ebenfalls ein Stadtteil von Brisbane).

Shopping war natürlich ein Muss, wo sonst bekommt man so preiswert gute asiatische Zutaten für die heimische Küche, wenn nicht in den Asia Shops in Chinatown? Vollbepackt ging es dann gegen nachmittag wieder in Richtung Morayfield - dem Thunderstorm entgegen.

Morgen haben wir in der Schule ein gemeinsames Lunch - jeder bringt was Landestypisches Selbstgekochtes (oder Gebackenes) mit und dann sind erst mal mehrere Wochen Schulferien. Viel Zeit für alles Mögliche ... wir werden sehen.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Kleine Spaziergänge kann man hier in unserer Gegend eine Menge machen - wenn auch das "Stadtzentrum" eher einer wenig einladenden Geschäfts-Meile gleicht und den Charme eines Industriegebietes besitzt. In den Wohngebieten gibt es jedoch Parks, Spiel- und Sportplätze - und ein großer öffentlicher wunderschöner Park liegt zwischen Morayfield und Caboolture: die Centenary Lakes. Die weitläufige Parkanlage ist durchzogen von Seen und Weihern, am südlichen Rand begrenzt durch den Caboolture River und einige Sport- und Fitness-Plätze.
Nach den starken Regenfällen in den letzten Wochen habe ich es bislang 2x erlebt, dass die kleine Brücke vom Wasser überspült war, weil das Wasser es nicht schaffte, abzufließen und die Seen zum Überlaufen brachte. Doch im Moment ist alles im "normalen" Bereich und auch von dem Chaos, was der letzte schwere Sturm Mitte November angerichtet hat, sieht man nicht mehr viel.Im Moment können die Blesshühner sogar unter der Brücke hindurch schwimmen.Überall blühen die Bäume ... und in ihnen tummeln sich lautstark alle möglichen Vogelarten.
Inmitten des Sees hält ein Pelikan sein Mittagsschläfchen - der Wind zaubert an den hohen Wasserfontänen feuchte Vorhänge.Auch die kleinen Weiher blühen ...
Und entlang der dicht bewachsenen sich durch den Park windenden Wege ...
... sonnen sich unzählige Water Dragons, die ich bei meinem Spaziergang aufscheuche. Oft hörte ich es nur noch platschen, wenn sie flink ins Wasser flüchteten, aber einige bekam ich doch vor die Linse.Die Nacktaugen-Kakadus machen einen Heidenspektakel, während die Blesshühner ihre Jungen mitten im See ruhig und gelassen zum Futter führen.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Eigentlich wollte ich mir heute "The Australien Wool Shed" im Samford Valley ansehen. Doch leider hat diese "Authentische Outback-Farm" derzeit ihre Tore nicht für Besucher geöffnet. Nein, sie ist sogar sowas von geschlossen, dass ich selbst die Hinweisschilder nicht mehr finden konnte, die ich bei unserer Fahrt zum Oktoberfest in Brisbane vor 9 Wochen entdeckt hatte ... und eine Nachfrage in Samford bestätigte, dass ich leider die lange Reise umsonst gemacht hab. Schade, ich hatte mich so auf nen netten Tag mit Schäfchen etc. gefreut. Na gut, da war nichts zu machen - also bummelte ich durch das von mir so heiß geliebte Hinterland via Dayboro und Mt. Mee zurück Richtung Morayfield.

(Samford Valley - ich weiß, Auto fahren und fotografieren ist nicht so prall ... aber ich war ja allein)

Natürlich hab ich zwischendurch bei jeder sich bietenden Gelegenheit angehalten (wie schön unabhängig man bremsen kann, wenn man selbst der Fahrer ist!!! *breitgrins*) und so konnte ich unter anderem einen tollen Blick zurück ins Tal werfen, als ich hinter Dayboro die aufsteigenden Serpentinen zum Mt. Mee erklomm.


In luftiger Höhe ließen sich die im Radio gerade aktuell durchgesagten Mittagstemperaturen um die 30° super aushalten - schade, dass das hier kein Picknick-Platz war.


Die Serpentinen in Richtung Dayboro ...


... mit meinem kleinen "Parkplatz" ...


... führen weiter den Berg hinauf in Richtung Mt. Mee.


Stilleben am Straßenrand ...


Und mitten im Nichts zeugt ein Briefkasten (jawohl - das sind hier die ländlichen Briefkästen !!!) davon, dass es hinter irgendeinem Baum oder Busch ein Anwesen gibt. Der Einfallsreichtum der Australier ist doch immer wieder bewundernswert ;-)


Wolkenspiele über dem Mt. Mee Forest


... und dann steht man auch mal ganz plötzlich vor einem "Lollypop". Straßenarbeiten in luftiger Höhe.
Kurzer Halt am "Mt. Mee Scenic Lookout". Die Glass House Mountains liegen im Dunst (es ist 1 Uhr mittags), die Luft flirrt von der Hitze und so richtig weit kann man heute nicht sehen. Normalerweise ist ja von diesem Platz aus der Küstenstreifen zu sehen.

Unterwegs hab ich bei einem Fleischer gestoppt und leckere Zutaten für unser Abendessen gekauft. Als ich vor der Kühltruhe stand, kamen mir 2 Augen in den Sinn ...

und ich konnte nicht anders, als Batida ein Stück Knochen mitzubringen. Das ist ein Dauerlutscher für sie, da hat sie erst mal eine Weile mit zu tun. Bitte KEIMFREI ablecken!

Inzwischen ist es 20 Uhr durch, und sie liebkost das Teil immer noch ;-)

Montag, 1. Dezember 2008

Morgendlicher Spaziergang im Gärtchen ... die Kapuzinerkresse schiebt neue Blüten (oben), der Hibiskus schiebt farbige Blüten, die dann weiß sind, wenn sie aufgehen (höchst seltsam) ...
Und endlich hab ich auch rausgefunden, was das hier für ein Gewächs ist: eine Grevillea (Silbereiche). Höchst interessantes Geschöpf - sie steht direkt am Küchenfenster, hat gute 180 cm Höhe (und Breite) und jeden Morgen können wir eine Vielzahl von Vögeln beobachten, die sich an dem Nektar der Blüten gütlich tun. Mal sehen, ob ich mit meinem neuen Spielzeug morgen früh einen der Piepmätze erwische!