Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Montag, 15. März 2010

Seit 15 Tagen HERBST ... sieht hier so aus:
Es regnet immer noch bisweilen ziemlich heftig, auch wenn wir zwischendurch ab und an mal längere sonnige Abschnitte hatten und haben. Unsere Sandwege fangen langsam an zu vermosen, so nass ist es.
Die Vögel stört das wenig - sie machen das beste draus und duschen (die Tauben zum Beispiel liegen auf den Wiesen, lassen sich zur Seite kippen und spreizen die Flügel. Als ich das das erste Mal sah, dachte ich, da liegt ein toter Vogel. Bis ich näher kam ... ;-) Die Corellas haben das gereichte Frühstück restlos verzehrt (es ist kurz nach 9) und ziehen weiter zum nächsten Futterplatz. Nur die Enten sitzen noch im Gras und suchen nach Resten.
Es regnet "Cats and Dogs" ...
Die Dachrinnen laufen über, weil die Fallrohre es nicht schaffen, diese Wassermassen aufzufangen und abzuleiten ...
"Es regnet Blasen" ... hieß es in unserer Kindheit, wenn wir bei solchen Regenfällen am Fenster saßen und uns das Geschehen draussen ansahen.
Sieht doch wirklich herbstlich aus, oder? Und das bei angenehmen Temperaturen kurz über 20°C. Jetzt hoffe ich aber trotzdem mal, dass das kommende Wochenende etwas trockener wird, sonst besteht die Gefahr, dass der Filz-Workshop in Mt. Glorious, der ja eigentlich im Freien stattfinden soll, irgendwie "ins Wasser fällt". Da ich die Örtlichkeit nicht kenne, bleibt mir nur, mich mit entsprechend geeigentem Gepäck / Kleidung auf den Weg zu machen. 3 Tage mit nassen Sachen - das könnte etwas unangenehm werden. Ich hoffe, die Mädels haben so viel Freude an diesem Camp, dass es für uns "Teacher" etwas einfacher wird. Aber die Aussicht auf ein nettes Beisammensein am Lagerfeuerchen, wenn die lieben "Kleinen" dann  endlich schlafen, baut mich schon auf, bevor es überhaupt begonnen hat ...
Ach ja - und dann war da ja noch was ... ;-) Richtig, die Modenschau. Dumm, dass die Veranstalter die Anzahl der Modelle pro Designer auf ganze SECHS beschränkt haben. Nu kann ich mir nen Kopf machen, WAS ich denn da über den Laufsteg tanzen lasse. *grübel*. Auf jeden Fall habe ich erst mal ein nettes Werbebanner für meine neue Website gebastelt, in der Hoffnung, dass sich ganz ganz viele Leute dort einfinden (also sowohl auf der Website als auch auf der Modenschau).


Samstag, 6. März 2010

Und wie wars auf der "Handmade"???  Immer aufs Schlimme :-( Wir haben uns so auf die "handmade" gefreut und dann sieht man nach dem Aufstehen das:
 
Heftige Scheegestöber die ganze Nacht, mindestens 20 cm Pulverschnee - von den Verwehungen reden wir mal nicht  - die A2 voll gesperrt wegen umgestürzter LKW' s
 - und auch am "Körling" Vollsperrung. Der Weg über den Harz - um Ute abzuholen - war also auch versperrt. Zwar ist die Sonne heftig bemüht dem erneuten deftigen Wintereinbruch einen freundlichen Anstrich zu geben, aber der ausgefallene Besuch der "handmade" wird dadurch auch nicht wettgemacht. 3 Jahre kein Besuch auf dieser anregenden Messe lässt langsam ernsthafte Entzugserscheinungen aufkommen. 

Da half es nur, den Winter noch einmal genießen.
 
Also ab in den Garten und Schnee vom Hauptweg räumen.
Die fleißigen Helfer in der "Schädlingssaison" bekamen ein neues Heim, um hoffentlich zahlreichen Nachwuchs in die grüne Gartenwelt zu setzen.
Viele Gartenfreunde hatten sich noch nicht in die Anlage verirrt, wie die Fußspuren zeigten.
Und mit diesem überraschenden Nachschlag zieht sich der alte  Winter in seiner Schwäche nun hoffentlich in die rauhen Berge zurück, denn von dieser Ansicht haben wir erstmal genug. 
 Frühling wo bist Du?
Bei den einen regnets (Australien), bei den anderen schneits (Deutschland). Die einen verkriechen sich in ihr gemütliches Kreativ-Zimmer, weil der Weg zur "Handmade" in Braunschweig zu weit ist - die anderen fahren hin *schnief-ob ich das wohl noch mal irgendwann schaffen werde?*. Naja, kann man nix machen. Außer für Ablenkung sorgen. 
Meine "Beschäftigungstherapien" haben mitunter gar merkwürdige Auswüchse, ich weiß. Diesmal hat es mich gepackt und ich bin einigen der im Lauf der Jahre, ja Jahrzehnte angesammelten Glückwunsch- und Grußkarten zu Leibe gerückt. Ob nun benutzt (also geschenkt bekommen) oder unbenutzt (weil eventuell mal zu gebrauchen/verschenken), ich ließ keine Gnade walten. Und habe jeden gedanklichen Ansatz von "das ist zu kitschig" im Keim erstickt und im Takt von Prasselregen auf dem Hausdach und passender Musik die Schere und den Kleber geschwungen. Ein paar 10x10 cm Canvas-Blankowandbildchen hab ich ja auch immer irgendwo rumliegen. Perfekt!

Im Nachhinein betrachtet ... nun ja - warum nicht?! *blinzel* Aber besser sinnvoll verarbeitet und dann an jemanden weiter verschenkt, der sich hoffentlich freut, als all das kostbare Sammelgut irgendwann doch mal weg geworfen. Oder?

Also wie gesagt, das waren zum Teil Karten, die schon seit Jahren (auch schon vor dem Übersee-Umzug) in meinen Schubladen lümmelten. Hm. Besser als vorher sehen diese beiden auf jeden Fall aus ;-)
Die Karten selbst gehör(t)en zu der Kategorie "typische Fehlkäufe - nie genutzt". Dann flatterte noch eine Gratulationskarte zum Schulbeginn im Kasten rum. Der letzte unserer Jungs wurde 2002 eingeschult, entsprechend alt war diese Karte (mindestens!):
Alles einmal auseinander genommen, wild wieder zusammen gesetzt und ein bisschen aufgepeppt. Geht doch! ;-) Mal sehen, wann ein entsprechender Empfänger Geburtstag hat. Im Moment fällt mir in der Altersklasse leider niemand ein.
Geschenkt bekommene Karten kann man ebenfalls aufhübschen und wandfähig gestalten. Diese hier kam mal von Jessi:
Die letzten 3 Wandbildchen stammen aus dem 3-D-Karten-Wahn, der mich vor ein paar Monaten mal beschlichen hatte. Kurzzeitig. Entsprechend mager war die Ausbeute, da ich das eigentlich nur mal ausprobieren wollte. Macht immer noch Spaß, und ich weiß immer noch nicht, wohin damit. Egal ...
Diese beiden güldenen Feen sind eigentlich nicht so mein Stil. Aber was kann ich dafür, wenn das Zeugs hier überall so einen Hang zum Kitsch hat? Macht nichts. Falls jemand unbedingt eine dieser Schönheiten bei sich haben möchte, bitte bescheid sagen :-)

Für das, was ich EIGENTLICH heute machen wollte, fehlte mir die Zutat. Die sollte Simon vom Einkaufen mitbringen. Tat er auch, aber wie gewohnt zog sich sein "ich fahr mal eben Kaffeebohnen kaufen" über mehrere Stunden hin, und als er am späten Nachmittag wieder hier war, war das Thema für heute für mich erledigt. Mach ich also morgen, wenn mein GöGa sich auf Bribie mit seinem Boots-Führerschein beschäftigt ... 

Und wie wars auf der "Handmade"???

Donnerstag, 4. März 2010

Da geht doch noch was! ... Baby-Gecko hat heute abend mal wieder die Memo-Wand inspiziert (direkt über meinem Bildschirm). Und genauso wie ich auch schon des öfteren hat er heute zum wiederholten Male fest gestellt: DA GEHT DOCH NOCH WAS! Also - im Gegensatz zu einigen lieben engen entfernten Verwandten habe ich durchaus noch Platz an meinen Wänden. Und - ehrlich - ich würde sie schon gern mit Bildern füllen. Nicht dass es mir hier an Motiven mangeln würde. Aber ich würde es viel viel schöner finden, wenn die Bilder nicht von mir geschossen wurden.
Da hängen derzeit noch ein paar Bilder von Mama, von den Söhnchen, vom Harz,  von MD (ein gewisse Radierung des Domes) ... und dann wars das.
Und wenn das jetzt kein einladender Zaunpfahl war, weiß ichs auch nicht ;-)

Dienstag, 2. März 2010

Update zum hiesigen Wetter. Es regnet nun schon seit Samstag mehr oder weniger ununterbrochen (mit ein paar Stunden Ruhe am Sonntag) und das Ergebnis sind allerorts Überschwemmungen. Selbst das Outback schwimmt langsam weg! Roma, Charleville, Birdsville ... alles eigentlich eher trockene Regionen. Aber seht selbst hier in der Galerie. Noch kommen wir nach Beachmere rein und raus, aber der Caboolture River und auch der King John Creek (beide an der Beachmere Road, Google Earth zeigt Euch, wo es ist), waren heute mittag schon drauf und dran, über die Straße zu fluten. Wir werden sehen, wie die Straßenverhältnisse morgen aussehen.

Die Bilder von Sydney dagegen sorgen direkt für Erheiterung. Spencer Tunick hatte mal wieder eine ganz "besondere" Idee für sein aktuelles Foto-Shooting. Da soll mal noch einer sagen, die Australier seien PRÜDE. Tsss .... Naja, auf jeden Fall sind sie neugierig (aber das ist ja nix Neues *feix*). Auf jeden Fall hatten wohl alle ihren Spaß!

Dann gab es ja am Sonntag auch die Tsunami-Warnung für den gesamten Pacifik-Raum, in Folge dessen entlang der Ostküste ein großer Teil der Strände gesperrt worden war. Zum Glück hat es die australische Ostküste aber nicht so hart getroffen, wie befürchtet. Aber besser eine Warnung zu viel als eine zu wenig. Wenn ich auch (und ich bin nicht die einzige) sagen muss, dass man an unserem Beach nichts von diesen Warnungen gemerkt hat. Wir waren sogar noch gemütlich am Beach spazieren, Sonntag mittag. Und haben von der Warnung erst am späten Nachmittag erfahren.

Ein Highlight gab es am Wochenende in Brisbane zu feiern: Die Eröffnung des 6.8 km langen Autotunnels, der unter der Stadt und dem Brisbane River entlang verläuft und die Innenstadt vom täglichen Verkehrsaufkommen entlasten soll. Bilder von der Tunnel-Eröffnung gibt es hier.

Und last but not least: wer im Moment nicht weiß, wohin mit der Steuerrückzahlung vom Finanzamt, der könnte ja mal überlegen, ob er sich nicht "bei uns um die Ecke" (naja, gut, 1 Stunde entfernt etwa) eine Geldanlage kaufen möchte. Der Ausblick ist jedenfalls phänomenal, der Privatpool ist sooo schlecht auch wieder nicht - und die Gegend wird immer beliebter (daher wohl auch der Preis). Klick.

Sonntag, 28. Februar 2010

Schon wieder n Haufen Leute. Taubenschlag? Nee, eher die Tatsache, dass Geburtstage in unserer Familie immer irgendwie geballt auftreten. Wir hatten was (nach) zu feiern: Simons 
"Zumsechstvorletztenmalunterfünfzigsten".
Poolparty fiel aber diesmal aus - alle hatten mehr oder weniger zu tun, irgendwie von oben trocken zu bleiben. Das war Zeitvertreib genug. Es schüttete wie aus Eimern und wir kuschelten uns unter das Terrassendach.
Es war ja den ganzen Tag nicht richtig hell geworden - und so gingen denn auch kurz nach 5 schon die Lichter an. An der Aussenlampe tropft es gemütlich herunter - und als der nächste Eimerguss von oben kam, gab das Lampenglas (ganz nach gewohnter Australien-Baumarkt-Qualität mit einem vergnügten "Happy-Birthday-Puff" inklusive Wasserdampfwolke) den Geist auf und platzte mal fröhlich in alle Richtungen. Soviel zum Thema "Aussenbeleuchtung erneuern". Hatten wir ja grad erst. Hm. Jetzt ist uns auch klar, warum die Lampe, die Simon meinte austauschen zu müssen, auch bloß kein Glas hatte. War dieselbe Bauart. Aber von solchen Kleinigkeiten lassen wir uns ja die Laune nicht verderben - und vom Regen natürlich auch nicht. Also ran an Barbie und Beilagen-Theke:
 
Nicht viel Platz, aber das blieb dann Dank dem Hunger unserer lieben Gratulanten auch nicht lange so. Jeder hatte was zum Buffett beigesteuert und der Grill hatte auch gut zu tun.
 
Und es regnete so heftig, dass wirklich alle irgendwie versuchten, einen etwas trockeneren Platz mit dem Rücken an der Wand zu erwischen. Drinnen weiter feiern? Tsss. ... sind wir aus Zucker? Nö, draussen ists doch viel gemütlicher!
Wir haben zum Glück auch von dem angekündigten Tsunami nichts abbekommen, der von dem Erdbeben vor Chiles Küste ausgelöst wurde.
Für die komplette kommende Woche ist Regen vorher gesagt. Nicht, dass wir uns nicht drüber freuen würden. Noch laufen ja die Trinkwasserdämme nicht über (zum Glück). Im Gegensatz zu unserem Pool, der im Moment mehr von den Enten als von uns genutzt wird. Komisch ;-) Aber irgendwie freuen wir uns dann doch schon so langsam auf das Ende der "späten Regenzeit", wie dieses Wetterchen heute so harmlos in der Wettervorhersage der Nachrichten betitelt wurde. Ich hab ja wenigstens meine Gum-Boots. Komme also wirklich mit trockenen Füßen bis zum Briefkasten und zurück. Und eigentlich ist es ja auch perfektes Arbeitswetter. Also, was gibts da zu meckern, Urlaub haben wir ja im Moment sowieso nicht?!

Freitag, 26. Februar 2010

So, nun gibt es mal wieder etwas "Hintergründiges", immer nur Larifari ist ja auch langweilig. Ich werde Euch jetzt also mal flüstern, was mich (unter anderem) hier so beschäftigt. Ein paar Eingeweihte wissen ja schon bescheid, dem Rest, der es wissen will, wird es jetzt erklärt:

Seit heute darf ich meine bisher geschaffenen  modischen Filz-Kreationen (und einen Teil meiner anderen Modestücke) im Verkaufsraum der Kunstgalerie in Strathpine präsentieren. Ist das nicht wundervoll? Die Galerie hat laufend wunderschöne Ausstellungen, zur Zeit unter anderem eine Ausstellung mit den traumhaften Arbeiten von Margaret Barnett (Shibori in the Scrub), mit dem Titel "Shibori Unbound". Ich war letzten Freitag mit 4 weiteren Damen aus unserem Modenetzwerk zur Eröffnung (natürlich in den Rosen-Schal gehüllt, der erschien mir dafür irgendwie sowas von geeignet) und hatte das Angebot bekommen, meine Arbeiten doch einfach mal vorzuzeigen. Das tat ich heute. Und nun ist mein Schrankteil, in dem die fertigen Arbeiten bisher lagerten, ziemlich leer gefegt. Hurra - Platz für Neues!
 
 Die Pine Rivers Art Gallery in der Gympie Road in Strathpine hat Montags bis Samstags von 10 bis 4 geöffnet.

Wer also möchte, kann (soweit "in der Nähe" *grins*) hier die Ausstellung besuchen und in dem Verkaufs-Raum der Galerie in unglaublich schönen Dingen stöbern. Wenn ich mir all die anderen tollen Sachen ansehe, die dort von Künstlern aller möglichen Richtungen angeboten werden, bin ich doch ein bisschen stolz darauf, dass meine Sachen es bis dorthin geschafft haben!

Hier kommen ein paar Bilder von Margarets Ausstellungseröffnung:
Bild oben: Margaret Barnett (links) und Helen Barnard (rechts) vor ihrem Gemeinschaftswerk, einem traumhaften Kleid aus reiner Seide
 
 Unglaublich einzigartige Kunstwerke. Margaret kommt aus Queenslands Outback (lebt aber schon lange hier an der Küste) und ihre Arbeiten spiegeln in den Farben und Geschichten zu jedem Kunstwerk die Liebe zum Herzen Australiens wieder.
 
Tragbare Mode - wenn wohl auch nicht für jeden bezahlbar bzw. teilweise unverkäuflich. Unbeschreiblich schön. 
 
Janet de Boer (vorn) eröffnete die Ausstellung für Margaret und präsentierte einen wunderschönen Schal, den ihr Margaret nach der Rede überreichte.

Von der Tatsache mal abgesehen, dass ich mich jetzt aber auch erst mal auf den  privaten Shibori-Workshop mit Margaret freue, zu dem sie mich gestern eingeladen hat, gibt es ja aber auch noch andere Dinge, die mich derzeit beschäftigen. Da wären zum einen Ende März ein Wochenend-Filz-Workshop mit ca. 40 Mädels einer Highschool aus Nundah (wobei der Workshop selbst im Rahmen eines Kreativ-Camps in Mt. Glorius, mit Übernachtung und Bekochung, stattfindet. Ich bin ja mal gespannt!). Und zum anderen die Herbst-Winter-Modenschau "Fashion Extravaganza" im Mai in Caboolture, auf der ich ein paar Sachen als Kollektion präsentieren möchte und auch die Elbröwer (siehe Weblink in der rechten Leiste) vertreten sein werden!!! Letztes Jahr habe ich ja "nur" als Zuschauer im Publikum gesessen. Nun bin ich bzw. sind wir dabei. Eine Menge Arbeit noch bis dahin, aber trotzdem ... ich freu mich diebisch! (nicht zu vergessen die Websites ... *hüstel*)

Denkt jetzt immer noch jemand: Wie kann man nur so lange Urlaub machen??? ;-) Nix da, ich war in den vergangenen Monaten durchaus ziemlich rührig, seit die Englisch-Schule zu Ende ist, aber man muss ja nicht immer alles an die große Glocke hängen, nicht wahr? Na denn - in die Hände gespuckt - weiter im Text.