Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Montag, 10. Mai 2010

Der Werbeflyer für die Show:

Samstag, 8. Mai 2010

Modenschau-Update ...

Die Zeit rast. Liebe Leute! Mein Countdown-Counter sagt mir gerade, es sind nur noch 6 Tage und 20 Stunden bis zur Modenschau! Manch einer mag sich wohl fragen, wieso man sich  solch einen Counter an tut, wenn man eh schon im Stress ist. Ganz einfach - ich gehöre zu den Leuten, die unter Stress noch besser, produktiver und besessener Arbeiten. Meine "Last-Minute"-Ideen sind meist besser als die monatelang ausgeklügelten Überlegungen ;-)))

Anyway - in mitten der auf Hochtouren laufenden letzten Vorbereitungen (Flyer entwerfen, Werbung für das Programmheft gestalten, ebenso die Anzeige für den Werbefilm, der während der Show im Hintergrund gezeigt wird - immerhin sind wir "nebenbei" auch noch Bronze-Sponsoren der Show, so dass wir ausreichend Werbung platzieren können ...) wollte ich doch alle auf dem Laufenden halten, die neugierig auf weitere Infos warten.

Wir werden bei der Modenschau nicht nur als Designer unsere Outfits zusammen mit ca. 15 weiteren Designern und Boutique-Besitzern auf dem Laufsteg zeigen, wir haben auch einen der begehrten und nun ausgebuchten Verkaufsstandplätze ergattern können. Und dieses Event schien uns der richtige Anlass, um nicht nur uns selbst zu präsentieren, sondern gleichzeitig auch etwas Gutes zu tun.

Wir sind stolz darauf, auf der Modenschau als Promoter für "Make a Wish" Australia auftreten zu dürfen. 10% aus den Einnahmen aller Verkäufe der Elbröwer & Smart D'sign an diesem Show-Abend werden wir an "Make a Wish" Australia spenden und wir hoffen, dass sich auch ganz viele Gäste bereit erklären, zusätzlich in die Spenden-Box die "Leftovers" - das harte, schwere und vor allem hier in Australien große Kleingeld - zu stecken.

Das ist das Logo von "Make a Wish", welches wir offiziell für die Werbung während der und für die Modenschau verwenden dürfen!

Ich habe hier mal die deutsche Seite von "Make a Wish" verlinkt. Wir finden, diese Organisation ist es auf jeden Fall wert, unterstützt zu werden! Wer das genauso sieht, kann direkt über deren Website weitere Informationen zum Thema Spenden-Unterstützung finden.

Ein paar Tage, bevor Melanie ihren neuen Job angetreten hat, haben wir uns noch mal zu einem vorerst letzten Kaffee im North-Lakes-Shopping-Centre getroffen. Sie hatte eine ganz besondere Überraschung für mich dabei, die sie mir als Geschenk eigentlich zur Modenschau überreichen wollte. Aber leider ist sie ja nicht da, sie muss nun immer 6 Wochen am Stück arbeiten, um sich dann 4 Wochen von dem Stress (der 12-Stunden-Tage) erholen zu können. So sehen wir uns also erst im Juni wieder.

Sie hat mir einen ganz lieben Brief mit besten Wünschen und ein Skizzenbuch für meine Mode-Skizzen überreicht. Jetzt weiß ich auch, warum sie mich vor Wochen fragte, ob ich meine Entwürfe "mit oder ohne Body" zeichnen würde. Ich zeichne ja - untypisch vermutlich - immer ohne Body. Maximal mit Kopf und Armen ... Dieses Skizzenbuch ermöglicht den Entwurf von Outfits direkt auf den vorgedruckten Körpern. Wenn man dann jedoch eine Fotokopie machen möchte oder das Blatt scannen will, dann sieht man auf dem Ausdruck nur die Entwürfe selbst - OHNE BODY! Wie cool ist das? Ich hab mich jedenfalls riesig gefreut und tue es immer noch. Die nächste Show steht immerhin schon auf dem Terminplan: im August in Redcliffe, sofern der Veranstalter an diesem Plan festhält. Also auf und in die Hände gespuckt. DANKE, Melanie!!!

Freitag, 7. Mai 2010

Ein paar Farbtupfer gefällig? Bitte schön: 

Die frisch gefärbten Seidenschals hängen zum Trocknen auf der Leine und warten nun darauf, befilzt zu werden.
 
Während die frühe Morgensonne, kaum dass sie über die Baumwipfel in den Garten luchsen kann, die Arbeit der letzten Tage streichelt.
So alles auf einem Haufen zusammen gewürfelt siehts ja schon mal ganz interessant aus. Die nächsten Abende werden wohl mit dem "Zusammensetzen" der Blütenranken und Ketten und mit dem Fertigstellen der Handtaschen gefüllt sein.

Montag, 3. Mai 2010

Es war wieder ein langes (weil Montag wieder Feiertag) Wochenende. Gefüllt mit Abwechslung, Spaß, toller Musik, herrlichem Wetter und sonnenguter Laune. In Caboolture war County-Musik-Wochenende (Urban Country Music Festival). Olli und Conny kamen Freitag abend von Caloundra "rüber", um mit zur Eröffnung zu kommen. Das Feuerwerk sahen wir dann doch "nur" von der Straße aus, bevor wir auf dem Festplatz ankamen. Wir waren etwas spät dran, weil Simon Überstunden schieben musste. Egal! Das anschließende Konzert auf der Hauptbühne war eine super Entschädigung, es wehte ein angenehm laues Lüftchen und wir setzten dem Ganzen noch die Krone auf mit dem Genuss von leckeren frischen Poffertjes mit Eis, Erdbeeren und Sahne. Hmmm ...
Conny und Olli schliefen bei uns, weil wir uns den Samstag auch noch für das Festival eingeplant hatten. Das Wetter spielte weiterhin mit und an jeder Ecke gab es was zu staunen, zu hören, zu kaufen ... wir lümmelten bei den Liedermachern rum, lauschten Didgerridoo-Klängen und jungen Nachwuchs-Talenten, während wir uns den Wein von der Weinprobe schmecken ließen. Es war ein herrlich entspannter Tag.
Leckere Liköre - glutenfrei. Wir haben uns mal eben mit "Medizin" für den kommenden Winter versorgt. Ein schöner scharfer Ginger-Liqueur (Ingwer-Likör) wird bestimmt jede aufkommende Erkältung im Keim ersticken. Und der Kokusnuss-Likör ... yummy. Der kam einfach wegen seines Geschmacks in die Tüte. Alles Produkte aus der Somerset-Region im nahen Hinterland. Dieses Weingut werden wir mit Sicherheit irgendwann mal besuchen!
Und auch auf feste Nahrung mussten Gluten-Allergiker ebenso wenig verzichten wie alle anderen.
In Dayboro war am Sonntag wieder Rodeo (was, ist schon wieder ein Jahr um? Die Zeit fliegt, also wirklich!) und unsere beiden lieben Besucher entschieden, noch einen Tag länger zu bleiben. So ließen wir dann den Tag gemütlich und stilecht mit einem "Cowboy" (einem leckeren Kakao-Liqueur) ausklingen und krabbelten gegen 9 in die Federn, während die beiden Männer noch bis 12 auf der Terrasse saßen und Männergespräche führten. Sonntag ging es früh aus den Federn, so dass wir pünktlich (naja fast pünktlich kurz vor 11) zu Rodeobeginn in Dayboro waren. Für Conny und Olli war es das erste Rodeo - und es war wieder spannend und beeindruckend, was die ganzen Kerle (aber auch die Frauen und der Nachwuchs) leisteten.
Kalb fangen (mit dem Lasso), Kalb zu Fall bringen und Kalb fesseln - alles "gegen" die Uhr - während das trainierte Pferd professionell mithilft.
Die Rodeo-Reiter waren auf Pferden (mit und ohne Sattel) zu bewundern, ebenso auf den Bullen (die uns irgendwie mehr Respekt einflößten als die bockenden jungen Pferde).
Eine der Disziplinen verlangte das Fangen und zu Bodenzwingen der Kälber (???) ohne Hilfsmittel - ausschließlich mit Muskelkraft. Natürlich ebenfalls gegen die Stoppuhr ...
Auch dieser Tag ging dann viel zu schnell zu Ende. Und nachdem unsere Gäste nach Hause gefahren waren, sind wir wiederum völlig unüblich gegen 9 in die Fallen gekrochen. Keine Ahnung, ob es die viele frische Luft und die Sonne waren, die uns so groggy werden ließen. Aber macht ja nix. Heute ist ja noch "Frei"tag, noch ein bisschen relaxen, bevor morgen der Alltag wieder losgeht. Pascal fährt morgen für 3 Tage nach Mapleton - ein Mathe-Schulkamp für die besten der Schule. Er freut sich auf "elternfrei" ... okay. Können wir verstehen ;-))) Simon wird wohl wieder gut zu tun haben beim Caravan-Bauen und ich werde mich um die finalen Erledigungen für die Modenschau kümmern. Nur noch 12 Tage!

Donnerstag, 29. April 2010

Herbst in Queensland ... die Tage werden merklich kürzer, die Nächte angenehm kühl. Inzwischen frühstücken wir morgens ohne wärmende Sonnenstrahlen, denn die Sonne schafft es erst nach 7, über die niedrigsten Baumwipfel zu blinzeln. Alles liegt noch im Schatten, überzogen vom Tau der Nacht.
Die Bäume und Wiesen wirken wie mit Rauhreif überzogen - dabei zeigt das Thermometer doch stolze 18°C im Schatten.
Diese handtellergroße Spinne verpackt ihre Beute, die sich im Lauf der Nacht wohl im Netz gefangen hat. Das Netz ist riesig - ich wäre beim Rundgang heut früh beinah rein gelaufen. Aber die Spinne hing genau in meiner Augenhöhe, was mich gerade noch vor diesem "Genuss" bewahrt hat (sich aus einem Spinnennetz pellen zu müssen. Ich hasse das und finde es ausgesprochen unangenehm gerade bei diesen riesigen Netzen).
Die Hennchen warten ebenfalls darauf, dass die ersten Sonnenstrahlen sie wärmen.
Die Bougainvillea und all die anderen Büsche im hinteren Garten liegen auch noch im Schatten. Aber nicht mehr lange ...
Sieht doch wirklich herbstlich aus, oder?
Die wilde Passions-Frucht hängt voller Früchte. Bald reif ... hmmmmm.
Die Petunien am Pool, vor 2 Wochen gepflanzt, recken ihre Köpfchen der Sonne entgegen.
Die Terrasse liegt immer noch im Schatten. Das dauert wohl noch eine halbe Stunde, bis man hier in der Sonne sitzen kann.
Der vor ein paar Monaten gesetzte Ananas-Strunks hat sich prächtig gemacht. Er scheint sich wohl zu fühlen ... Die anderen beiden sehen auch gut aus. Das gibt ne leckere Ernte - nächstes Jahr oder so.
Und auch die "zivilisierten" Passions-Frucht-Pflanzen sind in die Höhe geschossen, haben schon geblüht und tragen das erste mal Früchte.
So langsam schafft es die Sonne nun auch bis in den Veranda- und Pool-Bereich. Inzwischen ist es halb 8. Und der Duft überall. Hmmm...

Mittwoch, 28. April 2010

Gersterbrot mit Gänseschmalz ...

Hmmmmmmmmmmm ... also eigentlich hätte man dieses (mein) genüssliches Summen des Gaumensegels schon am Samstag selbst auf der Nordhalbkugel vernehmen müssen. Wie heißts in unserer Familie so schön? "Es ist, wie wenns 'n Engel auf die Zunge pinkelt." So ungefähr wird ein ausserordentlicher kulinarischer Genuss umschrieben ;-) Und diesen hatte ich am Samstag während des Foto-Shootings bei Conny und Sinah in Caloundra. 

Nicht, dass wir uns hier nur von Wasser, Salz und Brot ernähren würden (dem labrigen und nach 20 Monaten zumindest mir nun doch zum Halse raus hängenden Einheits-Weißbrot, bei dem nur unterschiedliche Namensgebungen und verschieden dicke Scheiben unterschiedliche Brotsorten suggerieren sollen, was aber nicht wirklich gelingt ... und auch die "Graubrote" mehr dem Geschmack von Zeitungspapier denn von Brot ähneln). Irgendwann gewöhnt sich der menschliche Gaumen an alles - dachten wir, oder redeten wir uns ein.  Okay, das Weißbrot unseres örtlichen Bäckers ist lecker - aber es ist eben "nur" Weißbrot, Sauerteigbrot hat dieser Bäcker leider garnicht im Sortiment. Und wie ich das Schwarz- und Graubrot hier vermisse, mag kaum einer zu glauben, der es nicht mindestens ebenso gern isst .

Man kann sich von den Produkten nach australischer Art durchaus genüsslich ernähren, wenn man versucht, sich den hiesigen Gewohnheiten anzupassen. Aber dennoch überkommen einen manchmal Gelüste, die sich nur wieder legen, wenn keine Abhilfe in Sicht oder zumindest in Reichweite ist. Ja, wenn ...

Wie gesagt - am Samstag wurde ich verführt. Conny tischte vom deutschen Fleischer und deutschen Bäcker auf. Eigentlich war ich ja nicht wirklich hungrig. Und redete mir auch ein, dass ich gaaar keinen Appetit habe. Tja, bis dann das leckere Gersterbrot auf dem Tisch lag, liebevoll bestrichen mit Gänseschmalz (natürlich mit Röstzwiebeln verfeinert), netten Gürkchen ... und wenig später umrandet von herzallerliebsten unterschiedlichen Wurstsorten. Tropf, tropf, tropf ... ich konnte nicht widerstehen. Und das Gänseschmalz-Brot entführte mich zumindest geschmacklich in die Nr. 63. Gersterbrot hatte ich das letzte Mal genießen können, als wir im September 2008 in Sydney waren (um Batida aus der Quarantäne zu holen) und dort plötzlich vor einer deutschen Bäckerei standen, an der wir auch noch (überraschenderweise) deutschsprachig bedient wurden. Ist also auch schon 19 Monate her.

Der Entschluss war am Samstag jedenfalls schnell gefasst - jetzt ist Feierabend mit dem selbstauferlegten Zwang, sich gefälligst einzureden, dass die australische Art, Wurst und Brot herzustellen und zu genießen, durchaus annehmbar ist. Heute war ich in Caloundra und mit Conny als Reiseführer wurde herzhaft beim "Euro Meister Bäcker" (Gersterbrot, Vielkornbrot, Sonnenblumenkernbrot, LAUGENBREZELN!!!) und dann bei "FRANZ", dem deutschen Fleischer (Frankfurter, grobe Leberwurst, Teewurst, Lachsschinken, Bayrischer Leberkäse im 1,5kg-Stück, Thomy Scharfer Senf, Pfanny Rohe Kartoffel-Knödel) eingekauft. Uff. Zugegeben, jetzt gehöre ich auch wieder zu den Zahnabdruckinderleberwursthinterlassern *grins*. Hach, war das leeeeccckkkker und ist es immer noch. Ein paar "Franz"-Produkte gibt es zwar hier in den Supermärkten auch, ergänzt durch "Hans"-Produkte. Aber über die Preise reden wir mal besser nicht - direkt beim Fleischer war es weitaus billiger und da war das Spritgeld dann schnell wieder wett gemacht.

Keine Ahnung, warum ich mich in dieses Einkaufsparadies noch nicht früher gewagt habe. Wohl wie aus oben genanntem Grund, dass man ja ganz tapfer auch von hiesigen Essgewohnheiten gut leben kann. Aber wohl eben nicht nur, wenn man mit anderen Gewürzen, Rezepten usw. aufgewachsen ist - und mit anderer Qualität, zumindest was die Wurst betrifft. Ach ja, und Gänseschmalz steht jetzt auch hier im Kühlschrank. Den Shop mit den Leckereien aus aller Welt (direkt an der Hauptstraße in Caloundra) haben wir dann auch noch mitgenommen - Namen vergessen, aber ich weiß ja jetzt, wo er ist. Jedenfalls stand ich dort dann auf einmal unverhofft vor holländischer Lakritze, holländischen Schokoladenstreuseln fürs Brot (die es in kleiner Auswahl auch beim Franz-Fleischer gab), Dr.Ötker-Tortenguss, Pudding und andere Feinkost aus diesem Hause ... und vor Hengestenberg-Rotkohl etc. Der Grünkohl war leider aus. Nun gut. Beim nächsten Mal. Hurra - jetzt gibts endlich wieder Abwechslung auf dem Tisch. Dass morgen abend Leberkäse aus der Pfanne auf den Teller hüpft, wissen meine Männer noch nicht - Überraschung!!!



PS: Nicht, dass jetzt die, die noch nie hier waren, denken, man lebe kulinarisch in Australien hinter dem Mond. Das ist keineswegs der Fall - im Gegenteil. Aber mancheiner (so wie ich) kann eben doch nicht aus seiner Haut: wenn man gewissen Dinge jahrzehntelang genießen konnte und lieb gewonnen hat und dann drauf verzichten muss und eigentlich nicht weiter drüber nach denkt, sich aber plötzlich einem wieder die Möglichkeit auftut, das Vermisste kaufen und genießen zu können ... dann nimmt man dies natürlich wahr. Trotzdem hab ich hier immer noch kein "Rübenkraut" (Sirup fürs Brot) gefunden und freue mich deshalb um so mehr auf die in ein paar Monaten hier eintreffende Lieferung. Hmmmm, mein Zahn tropft schon wieder - vor Vorfreude.

Montag, 26. April 2010

Hier gibt es mal wieder ein paar eigene Bildchen. Das Nuno-Filz-Kleidchen in mehreren Bildern (weitere Videos folgen in meinem Youtube-Account)