Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Donnerstag, 8. Juli 2010

An der Gold Coast wurde ein Schneemann gebaut - man achte auf die Bekleidung der "Statisten". Wie gesagt, tagsüber gehts ja ;-)))

Mittwoch, 7. Juli 2010

Wer es nicht glaubt, der kann HIER gucken - wir frieren WIRKLICH! (klick)

Australien erlebt eine Kältewelle, die es so seit 44 Jahren nicht gab (stand in einer deutschen Tageszeitung!). Also, zumindest hier im südlichen Queensland ist es keinesfalls "tropisch", aber Queensland ist ja riesig, wer weiß, woher die Sport-Truppe kommt (kam). Trotzdem frieren wir noch lange nicht so heftig wie die Sydneysider, die nächtlichen und morgentlichen Minusgrade beschränken sich eher auf Hinterland und Outback, wenn man den Wetterkarten trauen darf. Zum Glück. Ich laufe hier rum, eingepackt wie ein Michelin-Männchen in etliche Lagen warmer von Mamilein gestrickter Sachen (Pullover, Westen, Pulswärmer, Strümpfe, Schals ...). Was bin ich froh, dass ich beim Containerpacken nicht ZU extrem aussortiert habe und zudem auch noch mehrfach Stricksocken-Nachschub per Post eintrudelte. Lässt sich eben jeder andere nützliche Sachen schicken. Die einen bevorzugen seltsame Dinge wie Scheibengardinen (dabei gibts die hier reichlich und benutzen tut die sowieso kaum ein Australier, die müsste man ja WASCHEN!), die anderen lieber warme Kleidung "Made in Germany"! Was ich jetzt noch gut gebrauchen könnte, wär ein "Drachenblut" oder ein "Schwarzer Ritter", Hanf-Met würde es auch tun, aber dann nur HEISS (jummy-japp-zahntropf).

Von hier aus also mal ne fette Ladung Wärme (mit Sonne kann ich leider nicht dienen, es regnet mal wieder). Wenn Deutschland auch noch n bisschen was schickt, wirds vielleicht unter der Harbour Bridge etwas angenehmer und in den nördlicheren Gefilden ebenso.

Da mein Näschen ausreichend gekühlt wurde für heute, geh ich mich jetzt in mein importiertes (ich WUSSTE, warum) warmes Flanell-Bettzeug kuscheln und träume vom Frühling und all den schönen Dingen, die dann passieren werden *juchei*.

Dienstag, 6. Juli 2010

"Christmas in July" ... naja, zumindest, was die Temperaturen angeht, ist das berechtigt. Die Australier feiern es teilweise ziemlich konsequent, wie wir inzwischen wissen. Und wie man sieht, ist es wirklich KALT. Unser Ausflug nach Brisbane auf den Bauernmarkt letzten Mittwoch veranlasste mich, meine STIEFEL aus den Tiefen meines Schrankes zu kramen und mich einzumummeln. Wobei ich allerdings nicht mit Melanies Garderobe mithalten konnte, so kalt war mir dann doch nicht. Die Kälte genügte aber offentsichtlich, um den echten Schneemann und den ebenfalls echten Schnee auf der kleinen Bühne in der Queen Street (der Einkaufsmeile) nicht zu schnell tauen zu lassen.

In diesem Sinne also: "Frohe Weihnachten aus dem Winter-Wunderland Brisbane" in die nördliche Hemisphäre, vielleicht kühlt ja der Anblick dieses Fotos Eure Gedanken.

Samstag, 3. Juli 2010

Eine Blüte, die nie verwelkt, entstand diese Woche in meinem Studio. Der äußere Durchmesser beträgt stolze 80 cm und nach dem die als Kissen gearbeitete Sonnenblume einige Tage zum Trocknen brauchte (weil einfach keine Sonne schien und die Luft kühl und feucht war), konnte ich sie heute endlich füllen und fertig stellen. Jetzt lacht die Blüte mit der inzwischen wieder scheinenden echten Sonne um die Wette:
In diesem 3-D-Kissen steckt nicht nur eine Unmenge Wolle und einiges an Seidenfasern, sondern auch eine ansehnliche Portion Knochenarbeit und etliche Zeit. Aber nun ist es ja geschafft und das Kissen erfreut jeden Besucher und Kunden (natürlich liegt es nur zu den Öffnungszeiten draussen!).
Da musste dann selbst der Ibis erst mal gucken kommen ;-), was denn da auf der Besucherbank vor dem Studio so leuchtet.

Samstag, 26. Juni 2010

Na, dann werde ich mal was zur Verbesserung der allgemeinen Stimmung beitragen und Euch hoffentlich mit diesen Fotos eines Teils unseres blühenden Gartens eine Freude machen.
Bougainvillea, Rose, Hibiskus ...
... Gerbera, Alpenveilchen, und all die anderen "Winterblüher" erfreuen uns derzeit mal wieder.
Die Kapzinerkresse wills wohl jetzt auch wissen ...
Und selbst die in einem Topf platzierte mannshohe Necktarine, noch nicht mal fertig mit dem Abwerfen der Blätter, hat schon ihre ersten Blüten geöffnet.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Es gibt so Dinge, die bleiben immer aktuell. Keine Ahnung, warum mir gerade eben wieder Reinhard Mey in den Sinn kommt - vielleicht ist der australische Polit-Zirkus schuld ... aber eigentlich kann man ja getrost im deutschen Sprachraum bleiben ;-). Oder wie sehr Ihr das?

Mittwoch, 23. Juni 2010

Nach dem Stress der letzten Wochen wollen wir mal wieder ein wenig Ruhe in den Alltag einkehren lassen und den Genuss an der Natur wieder intensivieren. Zum Glück brauchts nur ein paar Schritte, um zum Beispiel den Schlick des Wattenmeeres zwischen den Zehen quietschen zu lassen. Das macht selbst im Winter - zumindest hier - Spaß. Das Wasser ist noch warm genug, da ist es auch wurscht, dass der Himmel heute eher wie deutscher November aussieht.
Es ist kurz vor 8 Uhr morgens, ich schnappe mir die Hunde (Cooper macht ein paar Tage Urlaub bei uns) und wir stromern Richtung Strand.
An den Bildern habe ich NICHTS bearbeitet ... irre, oder? Gruselige Farbspiele am Himmel. Würzige, steife See-Brise und Sprühregen. Was die beiden 4-Beiner allerdings nicht im Geringsten stört.
Es ist Ebbe, das Wasser zieht sich gerade zurück und wir müssen ein bisschen laufen, um bis zur Wasserkante zu kommen. Im Gegenlicht der durch die Wolken zu erahnenden Morgensonne wirken die Bilder winterlicher und kälter, als es wirklich ist.
Die beiden räumen erst mal - wie wir es von Batsi gewohnt sind - den Strand auf und sammeln Brennholz (für wen auch immer, wir haben ja keinen Holzofen).
Dann wird Fangen gespielt. Platz ist genug und wir sind die einzigen an diesem Morgen an dem langgezogenen Standabschnitt, der für Hunde (und Pferde!) freigegeben ist.
Die Wattvögel lassen sich von den tobenden und bellenden Hunden überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Ibisse, Reiher und See-Adler suchen weiter ungestört nach Futter.

Im Geäst der Mangroven hängt angespültes Strandgut, fein säuberlich sortiert von den Kindern, die hier nachmittags spielen.
Als der Regen stärker wird, machen wir dann aber doch kehrt. Es wird einfach zu ungemütlich und ausserdem ruft ja auch die Arbeit.
Noch eine letzte Hetzjagd der beiden, unklar wer nun eigentlich die schnelleren Füße hat. Und ein paar Schnappschüsse der herrlich blühenden Sträucher auf dem Weg nach Hause. Winter in Beachmere eben ...