Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Sonntag, 3. April 2011

Girls Weekend im März

Natürlich bin ich gern Melanies Einladung nach Gladstone gefolgt und mich mal in ein Wochenende ohne Männer "gestürzt". Seit Mitte Januar hatte ich mich schon darauf gefreut. Freitag nachmittag ging der Flieger nach Rockhampton, und beim Landeanflug sah man noch immer ausgedehnte "Feuchtgebiete" als Überbleibsel der Überschwemmungen im Januar/Februar und der immer noch starken Regenfälle in den letzten Tagen und Wochen.
Melanie holte mich vom Flughafen ab und wir fuhren nach Gladstone. Sie hatte leckeres Abendessen vorbereitet: Moreton Bay Bugs und Fish Filet mit KoKosmilch-Reis. Hmmmm, war soooo lecker.

Ein liebevoll dekoriertes Gästezimmer wartete auf mich. Am Samstag zeigte sie mir Gladstone und die umliegende Region. Wir gönnten uns einen gehaltvollen Eiskaffee mit Blick über Gladstones Hafen und Umgebung ...

dann fuhren wir nach Tannum Sands, machten dort einen gemütlichen Strandspaziergang bei eher durchwachsenem, aber warmem Wetter

Weiter ging es dann in einem grossen Bogen nach Caliope und ein paar wunderschöne Aussichtspunkte mit Blick über die Talsperre. Wir genossen Fish & Chips und die Ruhe der Natur rundherum. Am Nachmittag trieb der Regen uns dann aber ziemlich schnell nach Hause. Was nicht wirklich ungelegen kam, immerhin wollten wir ja abends die Girls Night mit Melanies Freundinnen zelebrieren.
Es war lustig, sehr gemütlich - auch der Stromausfall und das starke Gewitter konnten das nicht verhindern - und es wurde spät in der Nacht, bevor wir ins Bett fielen.
Sonntag morgen nach einem gemütlichen Frühstück und einen schönen Spaziergang mit Quentin und Hera fuhren wir in Richtung Rockhampton. Melanie war der perfekte Reiseleiter, es war herrlich.
Von den heftigen Regenfällen geflutete Wiesen zogen an uns vorüber.
In Emu Park machten wir halt und gönnten uns einen Snack mit einem Gläschen Wein und Crackern. Das Wetter war gerade gut genug, dass die Promenaden nicht zu überfüllt waren und man eine gewisse Ruhe hatte. Herrlich.


Bevor wir nach Yeppoon aufbrachen, noch ein kurzer Stop am "Singenden Schiff", erbaut in Gedenken an Captain Cook und die ersten Europäer, die diese Region besiedelten.

Das riesige Monument steht direkt an der Küste auf einer Anhöhe. Die Töne werden durch den leisesten Windhauch erzeugt, der durch die beweglich an der Spitze des "Segels" aufgehängten Röhren pfeift. Sie erinnern ein wenig an Orgelpfeifen.

Ein "Wal" direkt an der Straße nach Yeppoon ... na sowas. Was für ein geniales Gebäude für eine Galerie oder ähnliches ... ;-)
Es war heiss und schwül, aber nicht ganz so drückend wie am Vortag. Melanie stoppte an einer traumhaften Bucht und wir steckten unsere Füße ins erfrischende Wasser. Traumhaft - eine riesige fast menschenleere Bucht, begrenzt von Bergen und mit einer angenehmen Brise. Von mir aus hätten wir hier bleiben können.




In Yeppoon gibt es eine kleine Eisbar (naja, vermutlich mehrere, aber wir suchten uns nur die eine) und schleckerten leckeres Eis, während wir dem Treiben auf der Strandpromenade zuschauten.

Bevor mein Flieger zurück nach Brisbane am Abend ging, füllten wir unsere hungrigen Mägen noch mit einem reichhaltigen Abendessen, und beschlossen, dass wir uns solche relaxten Mädels-Wochenenden eigentlich öfter gönnen sollten.
Danke schön, Mel, es war ein herrliches Wochenende. Hat mir super viel Spaß gemacht, ich wünsche dir einen tollen Urlaub und hoffe, wir sehen uns bald wieder. 

Dienstag, 8. März 2011

Was einen an einem einzigen Wochenende von Brisbane nach Sydney und wieder zurueck MIT DEM AUTO treibt, kann ja verschiedene Gruende haben. Wir hatten unsere. Und neben einem natuerlich heftig langen und anstrengenden "Ritt" auch ne Menge Spass und ein paar abgeknauserte Minuten fuer Highlights abseits des Highways.

Wer von Norden aus auf dem Pacific Highway nach Sydney faehrt, hat eine idyllische Landschaft um sich. Der Highway zieht sich kilometerweit durch die Berge ... und ab und an kann man sogar einen Blick auf Buchten und Boote werfen.

In Sydney war "Madri Gras", sowas wie die Loveparade (vermute ich mal, ich habs nicht gegooglet, nur von Hans erklaert bekommen), jedenfalls war "voll" auf den Strassen noch untertrieben. Wir sammelten Hans Samstag mittag in Chatswood Park ein und machten flugs wieder kehrt, um nach Hause zu fahren. Immerhin mussten wir Sonntag abend wieder zu Hause sein. Und nein, DAS ist nicht Bribie Island ... wirklich nicht ...
Auch wenn es so aussieht, wir sind in New South Wales, schon weit weit weg von Sydney, als wir uns frischen Fisch mit Pommes, einem Glas Wein bzw. nem Bierchen in der Abendsonne als Staerkung goennten. Mit Blick auf ...
... die Berge im Hinterland der Kueste. Wir hatten Abendbrot-Rast in Pacific Palms gemacht. Traumhaft schoen ist diese Ecke! 
Uebernachtet haben wir dann wieder (wie vor 2,5 Jahren, als wir Batida aus der Quarantaene holten) in einem suessen Motel in Taree. Am naechsten Morgen fuhren wir ueber Port Marquarie, um in einem kleinen Cafe ordentlich zu fruehstuecken, bevor wir die noch vor uns liegenden 600 km nach Hause in Angriff nahmen. Wobei es dann doch etwas mehr wurde, da wir noch einen weiteren Abstecher runter vom Highway vor hatten: Den Dorrigo Nationalpark. 
Hier waren wir im Urlaub 2007 schon mit dem Camper lang gefahren - diesmal hatten wir ein "etwas" strassentauglicheres Auto zur Verfuegung ... denn die Asphaltstrasse geht im Hinterland auf den Schleichwegen schnell in eine "Gravel Road" ueber, eine unbefestigte Strasse, die mit einer 2spurigen wie oben auf dem Bild nicht mehr wirklich etwas gemeinsam hat. Mit dem Camper war das damals teilweise beaengstigend, doch dieses Mal brauchten wir uns um das Vorankommen keine Sorgen machen.
Das Hotel von Dorrigo steht im Zentrum des kleinen Bergortes, ca. 760 m ueber dem Meeresspiegel - und daher schon merklich herbstlich hier oben. Die Luft war herrlich kuehl und wuerzig.
An den Dangar-Falls wurde ein spaetes Mittagessen in Form von unterwegs gekauften Pies eingenommen. Die Wasserfaelle fuehren ausreichend viel Wasser, auch NSW hat eine Menge Regen abbekommen in den letzten Monaten. 
Dann ging es weiter in Richtung Grafton. Immer schoen durchs Hinterland ... auf Serpentinen die Berge erst hoch (mit immer tieferen Einblicken in den Regenwald) und dann fast genauso verschlungen wieder runter. 
Wir nahmen nicht die kuerzere zum Highway zurueck fuehrende Strecke in Richtung Osten nach Coffs Harbour, nein, Simon meinte, direkt nach Grafton geht vielleicht schneller. Tja ... wenn da nicht auch alles nur Gravel Road gewesen waere ;-))) Und ehe wir uns versahen, waren wir im Sherwood Forest. 
Von Robin Hood leider - oder zum Glueck? - keine Spur. Dafuer weiterhin abenteuerliche Bachueberquerungen ... 
In Grafton angekommen, steuerten wir die naechst beste Tankstelle an, nachdem auch geklaert war, ob die Tankanzeigen von Haupt- und Zusatztank richtig funktionieren ;-) Keine Bange, diesmal war alles geplant, wir waren nicht zufaellig auf einmal "alle". Neben der Tankstelle befindet sich eine kleine christliche Wohngemeinschaft - und in deren Garten war grade "Afternoon Tea" fuer die Regenbogen Lorikeet. Die Messe sangen sie extrem lautstark.
Das Wetter war auf der gesamten Fahrt nach Sydney und zurueck immer wieder unberechenbar mit viel Regen, aber bei jedem Stopp wars gerade angenehm, trocken und teils richtig schoen. Und so lohnte sich dann auch unser letzter Abstecher runter vom Highway, ca. 300 km vor Brisbane: Byron Bay.  
Nun hat also auch Hans am oestlichsten Punkt des australischen Festlandes gestanden. Das Schild ist ziemlich neu, vor 2,5 Jahren war das noch nicht dort. Aber die Baustelle, die an der Strasse hoch zum Leuchtturm liegt (dort wird der Fussweg erneuert - oder sollte man eher sagen, der schwebende Fussweg, der am Berg gebaut wird, damit die Fussgaenger auf der schmalen Strasse nicht den Autos in die Quere kommen?), DIE hatten wir schon im Maerz 2007 mit dem Camper zu passieren. Wahnsinnige Geschwindigkeit, kann man da nur sagen. Immerhin war sie nicht mehr ganz so lang ...

Sonntag abend gegen 10 waren wir endlich wieder zu Hause. Und SOWAS von kaputt. Aber schoen war es trotzdem. Das sind wohl so Dinge, die man auch mal getan haben muss (???): In 2,5 Tagen mehr als 2000 km rutschen.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Another day in paradise ... ??? Yes!

Morgens um 7 ging es heute in Richtung Chinchilla. Kleine Tour, um mal zu gucken, ob in Richtung Outback noch alles beim alten ist ;-) Über den Bergen zwischen Kilcoy und Yarraman hingen links dicke Regenwolken und rechts war der Himmel blau (im Rückspiegel war alles grau).
Ich genoss die Fahrt mit allen Sinnen ... schließlich war ich allein im Auto, allein mit mir, passender Musik und herrlicher Landschaft. Bis Mittag wollte (musste) ich Chinchilla erreicht haben, und so verkniff ich mir diesmal eine gemütliche Pause in Blackbutt (weil auf Grund von umfangreichen Straßenarbeiten die Fahrbahn hinauf in die Berge nur einspurig war und ich erheblich lange an der Ampel stand, bis ich mich in der Auto- und LKW-Schlange den Berg hochhangeln konnte) und fuhr bis Dalby durch. Auf dem Bunya Highway war ich dann fast allein und so konnte ich nach 3 Stunden bei McCafe einkehren und mir einen Frühstücks-Cappuccino holen.

Bei der Weiterfahrt (bis nach Chinchilla waren es dann nur noch 83 km) zogen sich links und rechts Sonnenblumen- und Hirsefelder bis zum Horizont. Hier oben in den Darling Downs und Western Downs, den ins Outback führenden Höhenzügen der Great Dividing Range, dominieren nicht die Rinderweiden, sondern die Kornsilos das Gesamtbild, das sich dem Auge bei der Einfahrt in die kleinen und großen Orte bietet.
In Chinchilla findet von heute bis Sonntag das jährliche Melonen Fest statt. Nun, DAZU bin ich heute nicht her gekommen.
Überall wird Werbung für dieses weit bekannte Fest gemacht, sogar ein Rodeo wird veranstaltet. Nicht nur das Club Hotel hat des Ortes hat große Plakate an der Hauswand hängen.
Auch im Informations-Zentrum gibt es allerei Broschüren, nicht nur zum Melonen Fest, sondern auch über Ausflugs- und Veranstaltungsorte der näheren und weiteren Umgebung. Wie es sich eben für jedes gut sortiere Touristen-Informations-Zentrum gehört :-)

Am Eingang klärt eine Infotafel über die Getreidesorten auf, die ich auf der Herfahrt links und rechts am Straßenrand sah: Weizen und Braunhirse.
Ein kurzes Päuschen im Schatten der Bäume, und dann machte ich mich auf zu diesem süßen Gesellen. Darf ich vorstellen? Das ist "Beefcake", der eigentliche Grund meiner heutigen Fahrt. Ein 8 Wochen alter Welpe, der, wenn er ausgewachsen ist, mal eine Deutsche Dogge (Great Dane) werden will. Nee, isser jetzt schon. Und mit seinen 8 Wochen schon größer als Batida. Und SCHWERER! Und auf alle Fälle auch tapsiger, und so knuddelig ... können diese Augen lügen???
Auf unserer Rücktour in Richtung Brisbane mussten natürlich auch ab und an mal Pausen gemacht werden. So ein "kleines" Kerlchen allein in der großen weiten Welt, das ist schon aufregend!
Selbst die Pferde, die in sicherer Entfernung hinter dem Zaun grasten, waren irgendwie "furchteinflößend". Tja, Stadtkind eben, hat wohl noch nie einen Vierbeiner gesehen, der größer ist als seine Mama (und DIE WAR GROSS!!! Ihr Kopf war bei mir in Brusthöhe, noch Fragen!?)

Hinter Toowoomba auf dem Warrego Highway war wie fast überall auf der gesamten Strecke emsiges Arbeiten an den von den Fluten und schweren Regenfällen beschädigten Straßen zu beobachten (weshalb auch gerade in der Region um Toowoomba, in der ich oft unterwegs bin, extreme Verspätungen durch "im Stau stehen" an der Tagesordnung sind).
Und trotzdem liebe ich diese Strecken, denn die Landschaft ist einfach unglaublich schön. Und dann noch bei diesem Wetter ...
Und ... nein, Beefcake ist nicht unser neues Familienmitglied. Er "wollte" nur von seinem Züchter in Chinchilla zu seinem neuen Zuhause nach Perth geschickt werden. Und irgendwie muss er ja sein Flugzeug kriegen. 320 km bis zum Brisbane Airport laufen ist für diese zwar langen, aber doch noch sehr jungen Beine dann doch zu weit.  :-)))

Samstag, 12. Februar 2011

Woooohooooo!!!

Also, das schreit ja mal nach Aufmerksamkeit (bzw. eher dem Hinweis, dass ich durchaus verfolge, was bei Euch so passiert). Erst praesentiert sich die Mittelalterliche Gewandschneiderey vom grossen Schwesterchen im Norddeutschen Fernsehen



und dann taucht urploetzlich in einer weiteren Folge meine liebe Freundin Sylvia auf! Ich hab nur die Beschreibung gelesen, bei "Iberger Tropfsteinhoehle" wurde ich aufmerksam, da war doch was mit Sylvia ... RICHTIG. *freufreufreu*.


Ich bin stolz auf Euch, habt Ihr prima gemacht! Knutschi und Knuddel vom anderen Ende der Welt!

Danke, Frank, fuers Onlinestellen bei Youtube!

Mittwoch, 26. Januar 2011

Happy Australia Day!

Samstag, 22. Januar 2011

Aus Zeitmangel werde ich diesen Blog jetzt nur noch gelegentlich mit einem neuen Beitrag versehen können.

Danke an alle treuen Besucher dieses Blogs. Wer mich mal auf die Schnelle erreichen will, hat per Email und in Facebook die Möglichkeit dazu - und ab und an auch bei Skype.

Cheers - Antje.