Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Award Night

Gestern abend fand in der Highschool, die Pascal seit Januar 2009 besucht, DAS Ereignis des Jahres statt. Das Schuljahr neigt sich dem Ende (denn hier beginnt es jeweils im Januar und endet mit dem Beginn der Sommerferien Mitte Dezember) und zu dieser Zeit werden dann feierlich die besten Schüler des Schuljahres geehrt und erhalten die verschiedensten Auszeichnungen. Letztes Jahr hatte Pascal ja bereits mit 2 Trophäen seine Sammlung eröffnet - begonnen hatte er mit dem Pokal im Fach Business (klick). Und zum Abschluss der 9. Klasse hatte er eine Auszeichnung für sehr gute Leistungen in seiner Altersklasse bekommen (den sogenannten "Merit Award - Year 9, 2010").

Pascal hat wohl Spass am Sammeln socher Trophäen gefunden. Und nach dem die gestrige Feier zu Ende war, hatte er zwei weitere Auszeichnungen im Gepäck. Aber der Reihe nach:
 
Ein stolzer 10.Klässler und sein ebenso stolzer Vater, vor Beginn der Feier. Wir waren ziemlich früh in der Schule, da Pascal sich als Helfer einteilen lassen hatte, um zusammen mit anderen Schulkameraden den unkundigen Eltern und Ehrengästen auf dem riesigen Schulgelände bei Bedarf die richtige Orientierung zu geben, und 1 Stunde eher erscheinen musste. Wir ließen uns die Zeit nicht lang werden und schauten uns die Kunstausstellung an, in der die Werke der Schüler aus den Kunst-Kursen gezeigt wurden. Einige konnte man sogar käuflich erwerben.
Sowohl Skulpturen aus Ton als auch tolle Malereien bewunderten wir. Dieser Gargoyle hat mindestens 40 cm vom Zeh bis zur Ohrspitze.




Auch Kunstwerke gefertigt mit Hilfe digitaler Fotografie gab es viele. Und alle waren ausnahmslos toll.
"Ich helfe meinem Land" und "Ich helfe meinem Mann" ... die Frau und ihre Mehrfachbeschäftigung ...
Das Bild, was UNS gefallen hätte, war leider nicht käuflich zu erwerben. Schade.
Alle diese Kunstwerke wurden von Schülern der 8. bis 12. Klassen gefertigt. Wir waren und sind mächtig beeindruckt, auf was für einem hohen Niveau sich diese Künstler bewegen. Tolle Leistung.
Dann wurde es Zeit, sich langsam in die Festhalle zu begeben. Die Gebäude der Schule haben schöne Wandmalereien und der ganze Komplex der Schule, die derzeit immerhin ca. 1250 Schüler hat, hat sich in den letzten paar Jahren super heraus geputzt.

Die Bühne - bereit für den grossen Auftritt von einer Vielzahl von Schülern, die diesen Abend geehrt werden sollten. Leider war während der Feierlichkeit dann das Licht nicht so toll für schöne Fotos, obwohl wir ziemlich weit vorn saßen.
Der Award für den Schüler mit den besten Leistungen im Schuljahr 2011 ging an:
Wow. Tolle Leistung, Pascal! Der Beste unter allen Schülern der 8. bis 12. Klasse dieses Schuljahres... Wahnsinn. Und ein paar Minuten vorher die Auszeichnung "Excellence Merit Award Year 10, 2011", für ausgezeichnete Leistungen in seiner Altersklasse, 10. Klasse.
Super tolle Leistung, Pascal. Ganz herzliche Glückwünsche und weiterhin viel Erfolg und Spass beim Lernen. Wir wünschen dir, dass du dein für das nächste Schuljahr gesteckte Ziel erreichst. Wenn du so weiter machst wie bisher, ist das ein Klacks für dich - und wir werden in einem Jahr wieder etwas zu diesem Thema zu berichten haben ;-)))

Sonntag, 16. Oktober 2011

Unser Garten ist wohl ruhig und einladend genug, um seltene Gäste anzulocken, die sich sonst in den Mangroven ein paar hundert Meter weiter aufhalten. Zwar konnten wir noch keine Brolgas (Kraniche) 
begrüßen und für den Bustard
sind wir sowieso viel zu nah an der Küste (ihn sahen und fotografierten wir oft auf unseren Hinterland- und Outback-Touren), doch der Heron (Graureiher) war nun schon ein paar Mal zu Besuch. So auch heute nachmittag wieder ... scheint ein Sonntags-Kaffeekränzchen für seltene gefiederte Freunde zu sein. Oder wir bekommen es während der Woche nicht mit, weil wir einfach zu beschäftigt sind :-)

Samstag, 15. Oktober 2011

Nach dem Regen gestern und über Nacht, der der Natur natürlich richtig gut tat, war heute perfektes Gartenwetter ... dachte ich. Es war bewölkt, aber es regnete nicht. Also genau richtig, nicht zu heiss. Das Beet am Pool brauchte Zuwendung. Ich hatte es immer vor mir her geschoben, da es den ganzen Tag bis in die späten Nachmittagsstunden in der prallen Sonne liegt. Und das Orangenbäumchen im Topf im Vordergrund wollte auch endlich mehr Platz an den Füßen haben. Gemütlich gärtnern bei diesen Temperaturen ist was anderes :-)
Natürlich musste auch Batida genau beobachten, ob ich alles richtig mache. Also, in die Hände gespuckt und los gings. Aber kaum hatte ich ca. 30 min später die schwersten Arbeiten hinter mir (das Entfernen des uralten Rosmarin, der Bromelien und so weiter), kam Klärchen raus und meinte es gut. Sie kannte kein Erbarmen, aber ich wollte dieses Chaos - leeres Beet, und rund um den Pool konnte man nicht mehr treten - dann doch nicht liegen lassen, bis es wieder "schattiger" wurde.
Gas geben, um schnell fertig zu werden ... 3,5 Stunden später war alles vollbracht. Na, das kann sich doch sehen lassen. Das Orangenbäumchen hat nun den ganzen Tag einen Platz an der Sonne, ebenso wie die süßen Lilien, die bislang in einem Topf standen, und in den großen Topf am Pool sind die Bougainvilleas eingezogen, die vorher Schattenplätze in kleineren Töpfen hatten. Mal sehen ob ich es schaffe, sie als Hochstämmchen zu ziehen. 3 verschiedene Farben hab ich zusammen gepflanzt. Vor dem Austrocknen bewahren die auf dem Beet verteilten geschredderten Äste der Büsche aus dem Vorgarten. Hm, ich mag den Duft.
Auf dem Gräserbeet im Vorgarten geben sich Amaryllis die Ehre. Sie bekommen nach ihrer Blüte einen neuen Platz, damit wir beim nächsten Mal mehr von ihnen haben.
Ich bin k.o., bekomme meine Arme kaum noch hoch und selbst die Abkühlung im Pool (28 Grad) hat kaum geholfen. Das gibt nen Muskelkater, halleluja. Und jetzt rumpelt es wieder oben im Himmel, das nächste Gewitter kündigt sich an. Super, dann brauch ich erst mal nicht wässern. Lass mal richtig schön durch regnen heute Nacht. Danke! 

Sonntag, 9. Oktober 2011

Sonntagsbesuch ...


Dienstag, 27. September 2011

Noch mal Glück gehabt ...!

Auf dem Heimweg heute Mittag gegen 14 Uhr habe ich schon die Rauchsäulen über dem Sumpf- und Weideland linker Hand der Beachmere Road gesehen. Überall wird derzeit das sogenannte "back burning" betrieben, kontrolliertes Abbrennen der trockenen Flächen, um den Feuern bei der allgegenwärtigen hohen Brandgefahr die Nahrung zu nehmen und zudem den Neuaustrieb der Pflanzen anzuregen. Ich dachte mir also erst mal nichts weiter dabei ... bis eine halbe Stunde später 2 Hubschrauber begannen, über einem größeren Areal rund um unsere Straße im Tiefflug zu kreisen. 
Und dann setzte ohrenbetäubender Lärm ein. Ein Feuerwehr-Auto macht ja schon mächtig Radau. Ein Feuerwehr-Hubschrauber ist um einiges lauter ... jedes Mal, wenn einer von ihnen seine Ladung abwarf, ertönte eine Feuerwehrsirene. Wusste garnicht, dass Hubschrauber auch damit bestückt sind. Wieder was gelernt!

Das Sumpfland hinter dem Grundstück auf der anderen Straßenseite, direkt uns gegenüber, brannte ziemlich heftig und das Feuer war fast schon im Garten. 
Pascal und ich waren natürlich nicht die Einzigen, die gespannt die Löschaktion verfolgten. So nah an der Siedlung, das wird dann doch schon ein wenig ungemütlich. Aber nach 20 Minuten war der Spuk vorbei, die Hubschrauber hatten mehrmals ihre Löschladung entlang der Grundstücksgrenzen abgeworfen ... und der Rest konnte in Ruhe weiter zurück brennen, um zukünftigen Schaden zu verhindern. Ob DAS jetzt ein kontrolliertes Feuer war oder sich irgendwo selbst entzündet hatte, weiss ich nicht. Angesagt war das "back burning" heute in den Nachrichten eigentlich nur für die Hinterland-Region um Mount Nebo.
Hoffen wir, dass wir in Zukunft von solchen "heißen" Besuchen verschont bleiben. Ging ja noch mal gut, so knappe 200 m Luftlinie entfernt.

Sonntag, 18. September 2011

Ein Camping-Wochenende im Hinterland der Gold Coast liegt hinter uns. Wir (inklusive Batida) hatten uns von Freitag bis Sonntag mit Conny, Ollie, Sinah und Hund Cooper auf dem Campingplatz des

in Mount Tamborine eingemietet. Melanie war auch mit von der Partie. Sie war am Donnerstag beruflich in Brisbane und verschob ihre Rückkehr nach Gladstone auf Sonntag, um ein bisschen zu urlauben. Donnerstag abend waren wir in der Beachmere Taverne lecker essen (danke, Mel, war wirklich reichlich und lecker, amüsant ja sowieso). Freitag ging es dann nachmittags ins Grüne, nachdem wir noch Hans von zu Hause abgeholt hatten.


Vorsorglich hatten wir einen Platz mit Feuerstelle gebucht - noch sind die Nächte ja nicht wirklich warm und so hatten wir wenigstens ein wärmendes Feuer. 
 
Den Kampf mit dem Feuer hatten die Jungs am Ende gewonnen. Sehr zur Freude aller, denn die Freitag nacht war eine Mitchell-Nacht (eisig).

Wenn meine Kamera so gespurt hätte, wie ich das von ihr gewohnt bin (und erwartet hatte), wäre die Bildausbeute vermutlich wieder unüberschaubar gewesen. Leider spielt aber seit einiger Zeit nicht nur der Zoom nicht mehr mit mir, sondern am Freitag streikte dann auch die Blitzfunktion und die Bildqualität war irgendwie auch schon mal deutlich besser. Was will das Universum mir nun damit nur sagen??? Egal, darüber denke ich bei Gelegenheit nach.
Wir hatten jedenfalls ein lustiges Wochenende, wenn auch nicht ganz so viel Entspannung wie erhofft, weil wir direkt das erste Schulferien-Wochenende erwischt hatten (Frühjahrsferien) und ab Samstag vormittag der Wald-Campingplatz anfing, aus allen Nähten zu platzen ...
Da wir jedoch schon Freitag nachmittag ankamen, hatten wir zumindest mehr Platz als alle nach uns, um in Ruhe unser Domizil aufzubauen und das Wochenende einzuläuten.
 
Direkt am kleinen rauschenden Wildbach gelegen, fanden wir auf dem hügeligen Gelände ein bisschen Platz, um sowohl das Anhänger-Zelt als auch das "normale" Zelt aufzubauen, ohne die Gefahr, in den Bach zu rollen. Der Platz zieht sich durch bergiges Waldgebiet und ist mit Abenteuer-Spielplätzen (die allerdings extra bezahlt werden müssen) wie einer Edelstein-Mine zum "Selbersuchen", einem Baumpfad, Minigolfanlage, Laser Skirmish (bitte selber googlen, ich finds zu doof, diese sinnfreie Beschäftigung zu erklären), einem Reitpfad inklusive Leihpferden gespickt. Ein toller Campingplatz für Familien mit Kindern in dem entsprechenden Alter ... aber nicht wirklich etwas für Erholung Suchende (wie wir JETZT wissen). Wir hatten ihn eigentlich nur als Bleibe gewählt, weil hier auch Hunde als Familienanhang akzeptiert werden und wir nicht direkt an der Gold Coast nächtigen wollten, um Samstag mal zum Handwerker Treffen in Paradise Point vorbei zu schauen. Solange es nicht zu voll ist, ist es richtig idyllisch.
Im Unterholz wuchert die schwarzäugige Susanne ... am Bach entlang führen versteckt viele kleine Wanderpfade.
Über unseren Köpfen zieht sich der Baumpfad durch die Kronen der Bäume.
Bei der Rückkehr zur Rezeption beobachten wir Vorbereitungen für eine Hochzeitsfeier. Ja, auch geheiratet wird hier offensichtlich gern ...
Und die Enten haben Vorfahrt in beide Richtungen! Wer zum Restaurant geht, sollte also die Augen offen halten, damit es keine Unfälle gibt.
Ich fotografiere ... also steh ich nicht in der Küche. Nein, ich bins nicht. Mel kämpft sich durch den morgendlichen Abwasch.
Nur ein paar Schritte weiter hatten sich sich Conny, Ollie, Sinah und Cooper nieder gelassen.
Selbst hier in den Bergen war es dieses Wochenende schon in den Morgenstunden ausgesprochen warm. Es wird merklich Frühling bzw. offensichtlich bald Sommer. Wir hatten das wärmste Septemberwochenende seit 2003 (mit 7 Grad über dem Septemberdurchschnitt), behaupteten die Nachrichten heute abend. In Caboolture hatten wir 31 Grad, aber wir habens ja nicht mitbekommen, wir waren ja nen Hunderter weiter südlich.

Es war trotz dem Gewusel auf dem Camping Platz ein schönes Wochenende, aber ich glaube, bein nächsten Mal gehts dann doch wieder in Richtung Norden, Westen oder irgendwo dazwischen. Mit der Gold Coast werden wir einfach nicht warm ...