Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Mittwoch, 10. September 2008

4 Polyester-Nicki-Decken, 1 "Laken" und 1 Tagesdecke konnten nicht verhindern, dass wir in der vergangenen Nacht ziemlich gebibbert haben und es elend lange dauert, bis unsere Füße warm wurden. Ich glaub, das letzte Mal haben wir so gefroren, als wir noch auf den Mittelaltermärkten in unserm Zelt genächtigt haben... Aber kaum war die Sonne raus, wurde es warm - zumindest solange man sich nicht im Schatten aufhielt. Und so deckten wir zuversichtlich unseren Frühstückstisch auf der Veranda in der Morgensonne. Dauerte garnicht lange, waren auch die Kookaburras wieder zur Stelle. Und - diesmal war Simon derjenige, dem einer der frechen Gesellen den Toast klauen wollte. Natürlich wartete der Frechdachs, bis Simon Butter drauf gestrichen hatte. Ohne ist es ja zu trocken... Simon konnte grade noch schützend seine Hand über den Teller halten - sonst wär die Scheibe Brot wohl in einem fremden Magen gelandet.

Fürs Sightseeing haben wir uns dann n bisschen wärmer angezogen. Und dann gings los. Erst mal auf die OZ-Tour im Sydney-Tower, dann hoch auf die Aussichts-Ebene. Als es sich oben mit Schulklassen auffüllte, trollten wir uns wieder und schlenderten in Richtung Darling Harbour, vorher natürlich noch eine kleine Stipvisite im Queen Victoria Building. Einfach, um mal reingeguckt zu haben... Auf der Brücke nach Darling Harbour wars dann schon wieder schön kühl und windig.

Und da der Sommer vor der Tür steht, musste jetzt endlich mein heiß ersehnter Jacaru her. Letztes Jahr hab ich ihn nirgends in meiner Größe bekommen - aber jetzt hatte ich Glück! Nun kann der Planet brennen, wie er will, ich brauch keine Angst vor nem Sonnenstich haben ;-)

Dann gings ins Aquarium. Super schön angelegt, sehr informativ und interessant! Incl. der süßen Seehunde ...


Und bevor es zurück geht, ein letzter Blick auf Darling Harbour in der Abendsonne.

Bevor wir aber endgültig in Richtung Campingplatz fuhren, musste noch ein Pyjama her - für die nächste kalte Nacht im Bungalow. Ob das Teil eher für die Optik ist oder wirklich warm hält, werde ich sehen. Es ist recht dünn, aber ich bin froh, überhaupt sowas wie einen Schlafanzug gefunden zu haben... in einer "Normalgröße". Irgendwie ist XXL in der Nähe zu Asien nicht das, was es in Europa ist *grins*. Achja - und im Untergrund des Queen Victoria Buildings haben wir bei dem deutschen Bäcker noch schnell ein halbes "Lüneburger" eingesackt. Das sieht genauso aus wie in Deutschland ... und wir konnten locker in Deutsch bestellen und bezahlen. Also wirds wohl auch endlich mal wieder lecker schmecken (hatte ich erwähnt, dass ich eh kein Weißbrot-Fan bin und dieses Labber-Toast inzwischen irgendwie nicht mehr sehen kann? Sobald mir n anständiger Brotback-Automat unter die Finger kommt...!!!)

Dienstag, 9. September 2008

Hallöchen aus Sydney!

Wir sind inzwischen gut im Lane Cove River Park angekommen. Kurz nach 7 heute früh sind wir wieder rauf auf den Highway und haben erst mal ein paar Kilometerchen gemacht. Wollten eigentlich in irgendeinem McCafe ein Frühstück einnehmen, aber es kam uns einfach keins entgegen! ;-) Plötzlich tauchte am linken Straßenrand "The Rock" auf - Blinker gesetzt und ran an den Uluru-"Abklatsch". Frühstück bei Pie-Man... kam uns alles irgendwie sehr bekannt vor. Selbst die Uhrzeit war fast dieselbe wie letztes Jahr.

Gegen 12 fuhren wir dann in Sydney ein und halb 1 standen wir vor unserer "Cabin" - einem überaus komfortabel eingerichteten Bungalow auf dem Campingplatz. Großer Wohn-, Ess- und Küchenbereich, WC, Bad mit Dusche, Schlafzimmer (kann man schon so nennen) mit Doppelbett sowie "Kinderzimmer" mit 1 Etagenbett und einem Einzelbett - am Haus Veranda mit Tisch und Stühlen. Und kaum hatten wir das Auto ausgeräumt und abgeschlossen, waren schon die ersten neugierigen Parkbewohner zur Stelle:

Wir hatten ja noch Brot im Gepäck ... und so sagten wir erst mal "G'day". Die Herrschaften sind immer noch genauso frech wie letztes Jahr. Und da der Platz zur Zeit noch ziemlich leer ist, konzentriert sich das Interesse der gefiederten Gesellen auf die paar bewohnten Bungalows. Pascal hatte seine helle Freude.

Nachmittags kurz einen Abstecher nach Chatswood - einkaufen (wir haben sogar den Aldi gefunden!). Unsere Rückkehr war offensichtlich beobachtet worden, denn als wir die Veranda betraten, waren dann auch die Piepmätze wieder da. Und: der Kookaburra. Ab und an hatte Pascal direkt Angst um seine Finger. War das derselbe Frechdachs, der mir letztes Jahr mein Toast hinterrücks geklaut hatte???

Inzwischen ist es dunkel und Simon schleicht mit Pascal um die Hütte, um das Possum mit Banane zu füttern. Mir ist es zu kalt draussen... boah, wie angenehm war es doch in Queensland! Hier ist es richtig richtig richtig... brrrr, wenn die Sonne untergeht (und tagsüber auch im Schatten). Man gut, dass wir warme Sachen dabei haben - und unser Bungalow neben dem TV auch ne Aircondition mit Heizer *freu*! Für morgen haben sie an den Küsten-Suburbs max. 17° angesagt. Das könnte ne kühle Hafenrundfahrt nach Manly und zurück werden. Also Memo an mich selbst: Erst Hafenrundfahrt, dann in den Botanischen Garten auf irgendeine Frühlingswiese und in der Sonne Wärme tanken und die erforenen Glieder auftauen ;-)))

Na, dann werden wir mal ein Käffchen schlürfen, den Abend ausklingen lassen und uns auf den morgigen Tag vorbereiten. Sightseeing. Die Jungs streiten noch, in welcher Reihenfolge wir starten. Aber wenn 2 sich streiten, freut sich ja bekanntlich ... die Antje.

PS: Nachtrag gegen 21:30 Uhr. Die Männer sind fündig geworden - und das Possum ließ sich von der dargebotenen Banane überzeugen. Selbst der Blitz hat es nicht verscheucht - und als die Leckerei alle und Pascal und Simon wieder im Bungalow waren, spazierte es gemütlich über die Veranda, um zu schauen, ob da vielleicht noch was rumliegt - und warf einen neugierigen Blick durch die Scheibe zu uns ...



Montag, 8. September 2008

ßßßßßuuuuu Befehl! Wir genießen die schönen Ecken - uns ist die Strecke ja vom letzten Jahr bekannt. Meine Güte, was haben wir damals getrödelt! Bis nach Taree haben wir es soeben geschafft! Und uns ein Zimmer in einem Motel 500 m vom Highway genommen. Die restlichen 300 km bis Sydney fahren wir dann morgen. Sind ja immerhin schon seit halb 4 in der früh auf den Beinen!

Der erste Stopp erfolgte in Byron Bay - kurz vor 9 frühstücken unterm Leuchtturm! Das Wetter war herrlich, ein laues Lüftchen wehte, Wärme lag in der Luft, der Himmel war unglaublich blau (das hatten wir ja vom letzten Jahr anders in Erinnerung), und der Leuchtturm war noch genauso schön wie wir in kennen...



Vater und Sohn unterm Leuchtturm...

In der Nähe der Küste haben wir sogar einen Wal gesichtet - und m
ehrere Delfine etwas weiter weg! Nach einem kleinen Frühstück gings dann weiter, halb 2 trafen wir uns mit Mel und Steve (die mit Camper-Gespann und Hunden aus dem Urlaub und uns entgegen kamen) in Coffs Harbour im "Clog Barn", einem leckeren Holländer direkt am Highway.

Natürlich (!!!) mussten wir auch bei FREDO-PIES wieder anhalten (klaro, der Highway führt ja immer noch direkt dran vorbei) und haben uns noch Futter fürs Abendessen besorgt. Und vorher haben wir leider den Dorrigo Nationalpark rechts liegen lassen (alles Betteln hat bei Simon nichts genützt - er hatte keine Lust auf die fetzigen Serpentinen, dabei haben wir doch im Vergleich zum letzten Jahr ein geländetüchtiges Fahrzeug und den Weg erkennen wir bestimmt wieder... ;-)))

Gegen 17 Uhr machte sich dann aber bei Simon (eigentlich bei uns allen) eine gewisse Bettschwere bemerkbar und wir beschlossen, dem erstbesten Hinweisschild zu einem Motel zu folgen, wenns dunkel ist. Und nun sind wir hier - kurz vor (oder in???) Taree in einem ziemlich großen Zimmer des Motels. Tolle Ausstattung und gute Qualität (eigentlich haben wir von einem Motel was anderes erwartet - obwohl wir noch gar keine Erfahrung dieser Art gemacht haben. Wir sind jedenfalls angenehm überrascht!).


1 Doppelbett, 2 Einzelbetten, Tisch und 3 Stühle, Handtücher und n Stück Seife für jeden, ein großer Kleiderschrank, TV, Kühlschrank (incl. Weingläsern und Kaffeesahne), Wasserkocher, n großes Bad mit Dusche!!! Wow... Da lässt es sich gut ruhen. Also dann: Gute Nacht.

PS: Eben war eine Email von der Quarantänestation im Postfach. Wir können Batida am 12. abholen, es ist alles im grünen Bereich. Na denn... süße Träume!


Sonntag, 7. September 2008

Aktueller Wetterbericht (für die, die grad dabei sind, Urlaubskoffer zu packen): Es ist Frühling, es ist warm, es ist trocken, die Sonne scheint (wenns nicht grad dunkel ist *grins*)... Und Gummistiefel bekommt man hier auch zu kaufen, die muss man nicht mitschleppen *lol*. Aber ne Jacke - die Idee ist nicht die Dümmste (das war jetzt an dich adressiert, Jessi).

So. Unsere Sachens für Sydney sind gepackt. Heut gehts früh in die Federn, weil morgen des nachts wieder aus selbigen raus. Das nächste Mal kommen dann Berichte von der Tour, freut Euch schon mal (wir freun uns auf Byron Bay ... und die andern schönen Ecken entlang der Strecke). Bis denni ...

Samstag, 6. September 2008


Wie man sehen kann, ist Simon wirklich gesund und munter ;-) und wie jeden Abend von Maxi in Besitz genommen worden. Vorher hatten wir nen lustigen Nachmittag mit Susanne, Uwe und Matthias. Und hey - war der Hund nicht ausgesprochen artig? Wie Ihr seht: Irgendwas kann jeder! *grins*

Freitag, 5. September 2008

03.09.2008 - Während Simon sich bei Melanie in Dayboro die Zeit vertreibt (und zwar mit kleinen und großen Schönheitsreparaturen nach deutscher Handwerker-Manier), klappere ich mit Pascal im Caboolture-Morayfield-Areal alle mir für heute wichtig erscheinenden Anlaufstellen ab. Wir beginnen mit der Uni von Caboolture (wohin Simon uns vorher noch gebracht hat) - ich wollte mich über die dort angebotenen Englischkurse im Rahmen der Erwachsenen-Bildung (aus dem Einwanderer-Programm) informieren. Und hab einen Interview-Termin für Freitag 8.00 Uhr bekommen).

Weiter gehts - natürlich dann zu Fuß - in Richtung Centrelink, weil ich dachte, es könnte nicht schaden, sich "arbeitsuchend" zu melden. Da ziehen wir dann aber unverrichteter Dinge wieder ab. Naja, nicht ganz, ich hab ne kleine Karte im Gepäck, auf der alle wichtigen Centrelink-Telefonnummern stehen. Und ich möge mich doch bitte telefonisch bei der Arbeitsvermittlung melden, um mir einen Termin geben und mich registrieren zu lassen (keine Ahnung, warum das nicht dort direkt im AMT erledigt werden konnte - aber egal. Eigentlich will ich ja eh erst englisch lernen, um dann arbeiten zu können).

Wir schlendern mit verringertem Tempo an den Centenary Lakes entlang und genießen die "Ruhe" (wenn man den Verkehr an der Hauptstraße mal ausklinkt), und steigern unser Tempo dann wieder, als wir die "Grenze" Caboolture - Morayfield passieren. Statt den direkten Weg nach Hause einzuschlagen, machen wir einen Abstecher in ein Bettenhaus. Irgendwann in naher Zukunft brauchen wir ja schließlich alle 3 mal eigene Betten. Danach noch einen "fürchterlich gefährlichen" Laden inspiziert: Spotlight. Auweia, Berge von Stoffballen, noch mehr Knöpfe in allen Formen und Größen, farblich sortiert und völlig gemischt, alle nur erdenklichen Zutaten für alle nur erdenklichen Hobbys (alles, was ich in D via Ebay geordert hab, weil ich keine naheliegende Quelle hatte)... das kann ja heiter werden. *breitgrins*. Wenn man dann noch bedenkt, dass schräg gegenüber auf der andern Straßenseite ein großer Nähmaschinen-Laden ist... Bei den "Good Guys" haben wir noch kurz nach Staubsauger und Kühlschrank geschaut - und Infos gepickt. Und weil wir grad auf der Ecke waren, hab ich dann auch gleich noch einen Interview-Termin für den nächsten Tag in Pascals neuer Schule vereinbart ;-) (Pascals fands nicht so lustig, der scheint sich grad an das Lotterleben zu gewöhnen).

Da wir dann nach 2 Stunden und gefühlten 20 km ziemlich fusslahm waren, sind wir doch zu Hause eingekehrt - und haben um die 20 Loris am Futterplatz im Garten ertappt. Bevor der ganze Schwarm sich in die Lüfte erhob, konnte ich noch schnell ein Foto durch die Scheibe schießen, da war die Hälfte der Bande aber schon auf und davon..


Nachmittags sind wir dann noch mal los in Morayfield Shoppingcenter, mit einigermaßen frischen Kräften, um für den Abend was zum Grillen zu holen - in der Hoffnung, dass Simon nicht zu spät wieder heim kommt. Tja... das Grillen hatte sich dann erledigt, weil es ziemlich stürmisch und ziemlich kühl wurde. Also gabs Pies für Simon und Knoblauch-Nudeln für Pascal und mich.

04.09.08 - Der Tag startete ziemlich trübe, es hatte nachts angefangen zu regnen. In Dayboro war heute arbeitsfrei, und wir hatten ja den Interview-Termin in der Schule von Pascal. Der verlief ziemlich locker, Pascal warf auch einen Blick in seine zukünftige Klasse (und ca. 40 Augen warfen einen Blick auf ihn) und er lernte seine Lehrerin kennen.

Dann steuerte ich Simon zum Bettenladen (jo, jetzt haben wir Betten - die in etwa 4 Wochen geliefert werden - und wenn wir vorher ein Haus gefunden haben sollten und brauchen Matratzen, bekommen wir sie kostenfrei von dem Bettenhaus gestellt, bis unsere Betten da sind! Und wir haben eine weitere Marktlücke entdeckt: Hier gibts ums Verrecken keine Körnerkissen, die so groß sind, dass man wirklich drauf schlafen kann. Ich glaub, das kann man ändern *grins*). Nebenan haben wir dann für Pascal ordentliche Schuhe für die Schule gekauft - hier legt man neben der Schuluniform wert auf feste dunkle Lederschuhe! Gut für die Füße der Kinder. Und Simon hat sich n bisschen mit Arbeitskleidung eingedeckt. Weil wir ja nun grad erfolgreich die Schulanmeldung erledigt hatten, beschlossen wir, in Caboolture gleich noch die Schulsachen für Pascal zu besorgen. Inzwischen regnete es ziemlich heftig - und als wir aus dem Laden wieder raus kamen, ging irgendwie garnichts mehr. Wir dachten, die Welt geht unter... aber jeder, der an uns vorbei rannte (okay, es waren nicht viele), strahlte und meinte nur "Crazy!". Naja, die Aussies haben eben eine andere Einstellung zum Regen als wir - bislang noch.

Irgendwann nach ner halben Stunde haben wir uns dann doch bis zum Auto getraut - und fuhren nach Hause. Wir waren KLATSCHNASS! Aber hatten ja noch längst nicht alles erledigt. Also Klamotten wechseln, schnell einen Kaffee schlürfen und dann ab ins Morayfield Shoppingscenter (nee, auch wenns den Anschein hat - wir wohnen nicht da, aber da gibts eben alles - und man wird nicht nass von oben). Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dann dort mit der Herausforderung, für unsere australischen Bettengrößen (King und King Single) passende Bettwäsche zu finden, überhaupt erst mal den Unterschied der einzelnen benötigten Teile herauszufinden (warum um alles in der Welt braucht man ein großes und ein kleineres Laken? - Okay, man liegt auf dem einen und deckt sich mit dem andern zu, auf dem dann im Winter noch Überdecken liegen. Aber bekommt man das nicht auch einzeln?) und uns nicht von den Inhalten der Packungen verrückt machen zu lassen.

Und - oha, man glaube es kaum - wir hatten sogar endlich mal Erfolg bei der Suche nach dem Prepaid Wireless Broadband (also wie ein Handy - surfen ohne Vertrag, aufladen, wenn alle... ). Wir sind also seit 24 h wieder mit dem Internet verbunden - und sogar mobil. Was für ne geniale Technik (ich staune doch immer wieder)...

Es regnet ein bisschen - okay, das ist ein bisschen untertrieben, der Regenmesser im Garten hatte sich innerhalb von 24 h von 0 auf 150 mm gefüllt... Abends stand dann der Pool von Bruni entgültig kurz vorm Überlaufen (was er aber eigenartiger Weise garnicht tat ... wo blieb das Wasser nur?), der Rasen stand ca. 10 cm hoch unter Wasser, den Gully im Rasen (was macht der da - ablaufen tuts ja nicht?) hatte es hochgedrückt ... und es pladderte und pladderte... Wow. Übrigens dann die ganze Nacht durch.

05.09.08 - 8.00 Uhr Interview in der Uni. Das Interview entpuppte sich als Test. Als Einstufungs-Test. Die Dozentin wollte "einfach" wissen, mit welchem Level ich beginnen solle, damit sich das für mich auch lohnt. Also bekam ich erst einen Text auf einem DIN A4 Blatt und dazu ein zweites Blatt, auf dem Fragen standen, die man nach der Lektüre beantworten musste - und die man selbstverständlich NICHT einfach durch Übertragen der passenden Sätze beantworten konnte. Selbstredend. Naja, gut. Ging dann doch so leidlich, ich hatte ja 30 min Zeit. Danach durfte ich dann noch einen Schwank aus meinem "früheren" Leben zum besten geben - auf einem weiteren A-4-Blatt, bitte schön mindestens 100 Wörter und bitte in sinnvollen Sätzen. *schwitz*

Ende vom Lied: Ab 8. Oktober sitze ich 3x die Woche für 5 Stunden (bis Anfang Dezember) auf der Schulbank und versuche meinen Wortschatz zu erweitern. Wird bestimmt lustig, ich freu mich schon drauf. Und was mich dann doch etwas vom Hocker gehauen hat (Simon auch, der saß ja neben mir), war die Reaktion der Dozentin, als sie meine Daten aufnahm und mich nach meinem bisherigen beruflichen Leben fragte. Als ich "Webdesign" erwähnte, war sie ganz aus dem Häuschen (sie hätte da einen Japaner an der Schule, der ne Firma hätte und dringend nen Webdesigner ... ob ich denn japanisch könne. Na, selbstredend nicht... - nicht mal mit ganz viel Kajalstift... hihi - egal, sie fragt ihn mal... Und ich müsse unbedingt mein Resume fertig machen und sie sorgt dafür, dass wir da ordentliche Bewerbungsunterlagen mit tollen Fotos usw. usf.... Hilfe. Okay. ). Bei dem Thema "Mittelalterliche Kleidung und Märkte" fiel sie fast vom Stuhl und legte mir dann wärmstens das hiesige historische Museum ans Herz (und wenn ich Interesse hätte, stellt sie Kontakte her) und das es hier einige große Mittelaltermärkte in der Umgebung gäbe. Boah... 1 Stunde später war mein Adrenalinspiegel kaum noch zum aushalten, was allerdings in erster Linie an dem Test lag, ich gebs zu... Ich war jedenfalls ausreichend aufgedreht, als ich wieder ins Auto stieg ;-) Aber keine Bange, inzwischen gehts mir wieder gut.

Während Simon dann den restlichen Tag mit Erledigungen in Dayboro verbrachte, feilte ich an der englischen Version meines Lebenslaufes und der beruflichen Historie. Ich schickte Pascal mit dem Fahrrad zum Gegenderkunden, damit ich hier "meine Ruhe" habe - und er war kaum raus, da fing es derart heftig an zu schütten, dass Noah seine helle Freude gehabt hätte. Der hätte glatt wieder ne Arche in Auftrag gegeben (Simon - Arbeit!!!).

So, genug gelabert für heute! Jetzt bereiten wir uns mal mental und tatsächlich auf den Trip nach Sydney nächste Woche vor... Bis die Tage dann!

Nachtrag:
Simon hat sich heute - im dunkeln - bei der Rückfahrt aus Dayboro hoffnungslos verfahren und ist über ne Stunde durch den Busch geirrt (er war irgendwie in der Region Ocean View, dachte aber eher, er schwebt über den Wolken). Er hatte das Navi an und das meinte immer "make a u-turn..." - hat er gemacht, und irgendwann hat er dann mitten im Nirvana im dunklen 2 Känguruhs Auge um Auge gegenüber gestanden - und war froh, dass er nen 4WD hatte, weil es dazu noch aus Kübeln goss.... er war léicht angepisst (sorry), aber grinste noch, als er heim kam. Ich meinte bloss: du bist zu dusselig, um mit Frauen zu kommunizieren (Navi), und Pascal ist fast vor lachen vom Sofa gekippt... 19.30 war dann alles wieder gut - er hatte 2 Pies im Visier...

Montag, 1. September 2008

Heute ist hier in Australien Frühlingsanfang (zumindest hier in Queensland - ich hab mich noch nicht damit beschäftigt, ob das wohl für ganz Australien gilt). Diese Sache mit den Jahreszeiten ist hier ziemlich einfach geregelt. Immer zum 1. des Monats gibt es den Jahreszeitenwechsel, nicht wie in Deutschland um den 20sten rum. Und auch die Tierchen halten sich daran. Die Vögel machen einen enormen Spektakel bei ihrem Gebalze... ist richtig schön. Vor allem der "Lachende Hans" ;-)

Jetzt gibts erst einmal ein paar Impressionen von unserem Ausflug in den A
lma Park Zoo.

Pascal hat ersten Kontakt zu Einheimischen - sie fressen ihm sogar aus der Hand! Die Tüte Futter hat allerdings nicht allzulange gelebt. Etwa 15 min später hat ein vorwitziger gehörnter Geselle sie ihm stiebitzt und ist damit siegessicher durchs Gehege geprescht... wir haben Tränen gelacht. Das hier ist der Übeltäter:

Wie praktisch, dass sich manche Bewohner des Parks direkt neben ihrem Namensschild niederlassen, um sich in der Wintersonne zu ahlen - siehe oben... (doch, im Schatten wars direkt kalt!).

Wer braucht schon Betten? Ausser uns natürlich?...

Ich kenn jemanden (bzw. mehrere), die sich in diesen Blick bestimmt genauso schnell verliebt hätten wie ich - stimmts, Mutti?

Man beachte den Gesichtsausdruck aller Beteiligten. Herrlich!!!

So. Und damit es nicht langweilig wird, wenn sich der Tag dem En
de neigt, sind wir seit 4 Tagen im Besitz eines Gas-Grills... BBQ - im Aussi-Slang einfach Barbie genannt. Die Outdoor-Saison steht bevor und die Teile waren "preisreduziert" und ziemlich schnell vergriffen. Aber wir waren schnell genug, sind eben die schnellen Deutschen (hihi...). Also erst mal hieß es:

Auspacken!
Dann: Aufbauen!
Und dann: Grillen!

Wir hatten mit Susanne und Uwe einen gemütlichen Abend und es war ein schönes Gefühl, auch mal selbst einzuladen und nicht immer nur bei anderen "reinzuschneien". Den beiden hats glaub ich auch ganz gut gefallen - und gebratene Ananas kannten sie bis dahin noch nicht ;-)))

Und dann war da noch das Schlagsahne-Problem. Wir hatten frische Erdbeeren - und frische Schlagsahne dazu gekauft und wir hatten keinen elektischen "Schaumschläger" im Haus (die erotische Sprühsahne haben wir beim Einkaufen nirgends ausfindig machen können...). Pascal meinte, er könne sie ja schlagen - er bettelte förmlich drum, was mich daran hinderte, ums Eck zu Susanne zu gehen und zu fragen, ob sie uns eventuell ihren Mixer leihen würde. Okay, ich hab Pascal ein Zeitfenster von ca. 1 Stunde eingeräumt ;-)


Doch schon nach knappen 25 min hatte Pascal der Sahne gezeigt, wo der Frosch die Locken hat - und ich musste ihn bremsen, weil wir sonst Butter gehabt hätten...


So, das wars für heute erst mal. Wie Ihr seht, haben wir hier alles Lebenswichtige voll im Griff *grins* und sämtliche notwendigen Nebensächlichkeiten sowieso. Morgen früh ist erst mal ein Date bei einem Immobilienmakler angesagt. Vielleicht steht ja irgendwo ein Häuschen zur Miete leer, was nur auf uns wartet ... man weiß ja nie! In diesem Sinne ganz liebe Grüße raus in die große weite Welt von uns hier unten am A... derselben (PS: Ja, uns gehts super, wir fühlen uns bestens!).