Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Sonntag, 12.10.2008
In Brisbane findet heute das Multikulti-Musik-Festival statt. Bevor wir uns jedoch in das Getümmel im Roma-Street-Parkland wagen, gönnen wir uns einen Bummel über die Queen-Street-Mall, shoppen ein bisschen und machen mal wieder "People Watching".

Ein Blick die Mall hoch - und wieder runter...

... und rüber zum Ende der Mall, kurz vor dem Brisbane River...

Das Multikulti-Musikfestival findet im Roma-Street-Parkland statt. Wir haben diesen herrlichen Park ziemlich (sehr!!!) ruhig in Erinnerung. Was heute hier los ist, verschlägt uns schlicht und ergreifend erst mal die Sprache!

Es wimmelt von "Futter"Ständen aus aller Herren Länder, auf vielen Bühnen - oder einfach nur auf dem Rasen - finden musikalische und tänzerische Darbietungen statt, man weiß nicht, was man zuerst ansteuern, hören, schauen oder probieren soll.

Am Stand der Japaner tropft uns der Zahn beim Anblick der als Augenschmaus zubereiteten Melonen, Karotten, Rettiche und Avocados.

Mitten im Park hängt eine riesige Weltkarte, auf dem Rasen steht eine Kiste mit orangen Klebe-Punkten. Jeder, der mag, kann sein Herkunftsland auf der Karte markieren. Eine tolle Idee, die zeigt, wie international die Besucher dieses Festes sind. Wenn man sich das so anschaut, dürfte Europa an diesem Wochenende ziemlich leer gewesen sein *grins*


Die vielen verschiedenen Ein- und Ausblicke in dem terrassenförmig angelegten Parkland faszinieren uns immer wieder, zudem blüht es jetzt im Frühling an jeder Ecke.

Am Stand der Ungarn gabs lustige Hüte zu bewundern und leckeres Stockbrot (unter anderem) zu kaufen...

Mit einem Blick zurück auf das Parkland, und fasziniert von einem der im Moment überall blau blühenden Jacaranda-Bäume, verabschieden wir uns von Brisbane. Es war mal wieder ein toller Ausflug!


Samstag, 11.10.2008, 8:00 Uhr morgens
Mit Frank und Diana machen wir uns auf in Richtung Norden - zu den samstäglichen Eumundi-Markets. Das Wetter ist eher bescheiden, aber für einen Marktbesuch genau richtig (nicht zu heiß, nicht zu kalt, bewölkt, aber trocken).

Dieses Schmuckstück zeigt uns ab sofort, was die Stunde geschlagen hat - vorbei ist die Zeit ohne Zeitmesser, wir haben wieder eine Wanduhr, erstanden auf den Eumundi-Markets.

Der Eumundi-Market strotzt nur so von Ständen mit handgearbeiteten Artikeln aller Art und Materialien. Ein Sündenpfuhl für kreative Gedankenspiele... und es ist besser, man lässt sowohl das Geld als auch die Kreditkarte zu Hause, an sonsten könnte es leicht passieren, dass das Auto bei der Heimfahrt aus allen Nähten platzt! Und es wär zudem auch besser, wenn man in den Fotoapparat auch ne Speicherkarte einsetzt - sonst braucht man sich nicht zu wundern, wenn auf einmal die Kapazität ausgereizt ist, weil die Festplatte der Kamera einfach nicht so viel Volumen hat... ;-)

Optisch passendes Schuhwerk ist enorm wichtig, wenn man Konfekt kauft oder verkauft ... ;-)
und nasse Füße bekommt man darin auch nicht, sofern man sich entschließen kann, diese Schmuckstücke auch zu tragen.


Ein letzter Blick auf einen der Didgerrido-Stände - und dann entschließen wir uns, in Richtung Küste nach Noosa zu fahren.

Es ist schon seit 2 Tagen eher "mieses" Wetter, es regnet immer mal wieder. Aber zum Glück nie da, wo wir uns grad aufhalten. Und so hat erreichen wir auch Noosa-Heads erst NACH dem Regen...

Keine Ahnung, ob es hier öfters einen Stromausfall gibt - auf jeden Fall scheint dieser große Kerzenleuchter in der Shopping-Meile von Noosa-Heads ziemlich oft benutzt zu werden.


Ein entspannter kurzer Strandbesuch rundet den heutigen Tag ab, morgen steht Brisbane (Multikulti-Musik-Festival im Roma-Street-Parkland) auf dem Kalender.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Und wieder ist Sonntag (meine Güte, die Zeit rast...).

Es versprach ein heißer Tag zu werden. Also haben wir früh um 8 die
Flucht in Richtung Strand ergriffen. Bewaffnet mit Kühlbox, Pascals Board und guter Laune gings nach Bribie Island. Der Küstenstreifen in Woorim war um die Zeit noch recht leer, das Wasser hatte lauschige 22°. Also rein in die Fluten. Pascal mit seinem Board (der erste Wellentest) und wir mit Genuss ;-)


Gegen 1 ergriffen wir dann die Flucht zurück zur Basis. Es wurde uns zu voll - und zu windig. Unsere Hüte machten sich selbständig, ausserdem meldete sich der Mittagshunger. Also alles rein ins Auto, eine Familien-Packung Fish & Chips geholt und ab an die Kanal-Seite der Insel. Dort war das Wasser ruhig, es wehte nur eine laue Brise und wir ließen den Ausflug in aller Ruhe ausklingen...

Morgen beginnt für Pascal wieder die Schule, jetzt wird bis zu den Sommer- (Weihnachts-) Ferien durchgezogen. Ich fange am Mittwoch mit meinem Englischkurs an, freue mich schon richtig drauf ... und Simon hat sich für seine berufliche Zukunft für diese Woche auch einiges vorgenommen. Wir werden näheres verraten, wenn wir alles in trockenen Tüchern haben. Über ungelegte Eier soll man ja nicht reden, sonst werden sie faul :-)

Liebe Grüße einmal um den halben Erdball an alle frierenden Leser inner- und ausserhalb der Familie. Wir hoffen, mit unseren Bildern können wir Euch auch ein bisschen Wärme rüber schicken!

Freitag, 3. Oktober 2008

Schatten in der Dunkelheit...

Uns war ja bewusst, dass es die eine oder andere unliebsame Übe
rraschung auf dieser Seite des Erdballs geben würde. Anderer Kulturkreis, anderes Klima, andere Sprache... Aber das, was mir hin und wieder ein herzhaftes Quieken entlockt, ist eigentlich das, was ich hoffte, hier elegant umschiffen zu können. So frei nach dem Motto: Okay, das gibts hier offensichtlich, aber vielleicht haste Glück und du bekommst es nicht mit oder es macht einen Bogen um dich! Falsch!!! Falsch, falsch, falsch...

Es gibt so einiges Getier hier auf diesem Kontinent, was lich
tscheu ist. Es gibt allerdings nicht viele Kreaturen, die sich zudem auch noch zu gern in der Nähe der menschlichen Behausungen - besser noch darin - aufhalten. Fakt ist, ich habe selten so oft wie in den letzten Tagen nach irgendwelchem australischen Viehzeug gegooglet... nach Aussehen, Vorkommen und so weiter. Und ich habe gerade heute eine weltrekordverdächtige Schnatterpelle (Schreck-und-Ekel-Gänsehaut-trotz-Wissens) produziert:

An die mittelgroße Huntsman Spider und ihr etwas kleineres Gesc
hwisterchen haben wir uns gewöhnt. Sie halten sich gehorsam in der Garage auf... und ab und an machen sie mal nen Ausflug an unsere Küchendecke, auf der Jagd nach anderem Getier (was vermutlich für unsere Augen nicht sichtbar oder aber schon vertilgt ist - wir wissen jedenfalls nicht, welche Beute sie in unsere Räume treibt, aber wir lassen sie in Ruhe!).

Aber das, was mich tagsüber doch ab und an neugierig macht, jagte mir heute abend die schon erwähnte Gänsehaut über den Rücken. Ich machte Licht in der Küche, öffnete die Tür vom Vorratsschrank - und sah es nur huschen. Mir entfuhr ein herzhafte
r Quieker, Simon amüsierte sich auf der Couch köstlich ... und ich ging auf die Jagd. Das, was sich da vor mir verstecken wollte, war eine Cockroach - zu deutsch: KAKERLAKE.

Für alle bioligisch Interessierten (ich glaub, ich hab da ein paar stille Leser hier im Blog) gibts jetzt also mal ein bisschen Input.

Diese Liebchen sind nicht nur unheimlich schnell, sie sind auch unheimlich groß! Was natürlich die Jagd etwas vereinfacht, da man sie mit bloßem Auge super verfolgen kann - und wenn man dann noch schnell genug am Abzug (in dem Fall an dem äußerst wirkungsvollen Insektenspray von Aldi Australien) ist, dann hat das Tierchen Pech gehabt. Was läufts mir auch direkt vor die Füße. Ich mein, es ist eh alles irgendwie in Plastik-Behältern verstaut, immerhin wusste ich ja vorher, was mir hier blüht. Aber die glaubens nicht, die lieben. Haben sie eben - wie schon erwähnt - Pech gehabt.

Achso, Aldi... siehste, wieder was vergessen. Das Insektenspray - eine Vorrats-Flasche sollte man wohl zusätzlich parat haben. Wir haben jetzt eine Woche in dem Haus hier rum. Es ist nicht so, dass ich Angst hätte, hier gäbe es ne Invasion. Aber bevor die Tierchen meinen, sich hier häuslich einrichten zu müssen, weil ja nun wieder Bewohner da sind und es Futter-Nachschub gibt, wollen wir dem ganzen mal nen Riegel vorschieben und ihnen zeigen, wer hier der echte Hausbewohner ist (Hans, wie rückt man diesen Viechern dauerhaft zu Leibe?).

Moment mal ... gibt es nicht Verrückte (ich glaub, es sind Russen), die die Tiere einfrieren, mit Strasssteinchen verzieren und als Broschen vermieten - oder aber auch Wettrennen zwischen Kakerlaken-Besitzern veranstalten? Ha, schon wieder ne Marktlücke... *duckundwech*

Bevor ichs vergesse: Heute ist der 03.Oktober. Also: Herzlichen Glückwunsch allen Betroffenen zum Tag der Deutschen Einheit!!!


Montag, 29. September 2008

Surprise, Surprise!!!

Der ganz normale Wahnsinn hat uns auch in Australien eingeholt. Wir dachten schon, es wäre alles Geschichte :-)


Gegen halb 9 waren wir auf dem Weg zur Container-Firma, um die letzten Papierkram-Fragen zu klären, und als wir auf dem Parkplatz eintrafen klingelte das Handy - und uns wurde mitgeteilt, dass der Container vor unserer Haustür steht und wir doch bitte öffnen mögen ... Die Freude war natürlich riesig und den Gang ins Büro sparten wir uns direkt. Also umkehren und auf dem schnellsten Weg nach Hause. Dort erwartete uns ein blauer Container und 4 Leute, die ihn auspacken wollten.


Simon hatte vormittags einen Amtstermin, deshalb war ich dann mit Pascal allein dem Chaos ausgeliefert. Mitten im schönsten Gewühl - der Möbelcontainer war inzwischen leer und bereits weg - kam Cathy (die Amazone unter den Packern) und teilte mir mit, dass vor der Haustür die "Bed-Mans" standen und zu mir wollten. Ich hatte erst einen Gedanken an den Filmhelden verschwendet, aber ein Blick aus der Haustür klärte mich auf: Es war keine Fledermaus, es war unsere Matratze und das Bettgestell von Pascal (am Freitag hatten wir ja nur Pascals Matratze bekommen - und eine Schaumstoffmatratze von Susanne und Uwe bettete uns kurzfristig weich).


Dass uns irgendwas überrollt, sind wir ja gewöhnt und irgendwie immer noch in Übung. Daher zog dann das Team der Packer schon gegen 15 Uhr wieder ab, alles Zerblechliche und Empfindliche war ausgepackt, der Rest wird von uns in Ruhe einsortiert.

Noch während des Auspackens kamen die ersten "Zuhause"-Gefühle auf. Ist wirklich toll, die vertrauten Sachen in den Händen zu halten. 8 Wochen haben wir auf diesen Augenblick gewartet, nachdem der Container in Bad Harzburg auf Reisen ging.

Sonntag, 28. September 2008

Da ich heute extreme Probleme mit dem Internet habe und ständig aus dem Chat, bei ICQ und SKYPE rausfliege (und auch das Email-Programm einfach keine Mails abholen will), beschränke ich mich ausführlich auf einen Bericht hier im Blog (und beantworte die eingegangenen Mails dann morgen, bitte nicht traurig sein *liebguck*). Festnetz ist jedenfalls in Arbeit...

Thema heute:

Gemütlicher Sonntags-Ausflug ins Hinterland...


So wollten wir eigentlich den heutigen Tag betiteln, als wir uns um 10 Uhr auf den Weg in den Mount Mee Forest machten. Melanie hatte mich vor ein paar Tagen gefragt, ob wir nicht Lust auf eine 4WD-Tour durch den Wald hätten - und ich wusste auch, ohne Simon fragen zu müssen, dass diese Einladung auf großes Hallo stoßen würde. Also wurde nach dem Frühstück alles Notwendige im Auto verstaut. Da der Kofferraum für Batida reserviert war, mussten die 3 Campingstühle in den Fussraum hinterm Fahrersitz und die Verpflegung für das geplante "Barbie" auf den Rücksitz neben Pascal. Das Auto war voll... es konnte losgehen. Die Sonne schien, der Himmel war wieder strahlend blau, es war warm. Machen wir doch mal nen Sonntagsausflug!

Es ging durch traumhafte Landschaften, die Straße schraubte sich immer höher in Richtung Mount Mee Forest, der Ausblick war teilweise wirklich atemberaubend schön... Im Forest angekommen, war unser erster Halt "Rocky Hole", ein kleiner Badesee - der dann aber nur von unseren Hunden (also von Hera, Quentin und Batida) genutzt wurde.

Nicht nur die Hunde hatten ihren Spaß!

Als die Hunde sauber und frisch gebadet waren, konnte es weiter gehen - wir hatten einen Barbie-Platz mitten im State Forest angepeilt, der nur für 4WDs freigegeben war... Noch sind die Autos sauber, so sauber wie die Hunde (naja, fast).

Dann wurde es "lustich" - die Strecke wand sich durch den Wald, teilweise recht steil bergauf und bergab und Melanies Auto verschwand in roten Staubwolken.


Wie man sieht, hatte Simon sichtlich Spaß. Gut, teilweise war er doch ziemlich beschäftigt, immerhin fahren wir ein Auto mit Gangschaltung - nix "automatic"... Aber je öfter ich nach dem "Angstgriff" über mir tastete, um so breiter wurde sein Grinsen. Und Pascal war auf der Rückbank auch nicht zu überhören.

Lediglich Batida gab keinen Laut von sich. Die hatte alle Pfoten voll zu tun, irgendwie einen Ankerpunkt zu finden, denn auf ihrer Decke rutschte sie bei jeder Kurve von einer Ecke in die andere. Dennoch schien sie sich an sich ganz wohl zu fühlen - das ausgiebige Frühstück (wir wussten ja nicht, was Mel mit uns vor hat!) blieb jedenfalls da, wo es hingehörte...


Als die Staubwolken sich lichten, hatten wir schon ettliche U-Turns (zu deutsch: Kertwendungen) hinter uns, weil wir uns nicht wirklich die Strecken hinab trauten, die offensichtlich für die Motorbikes gedacht waren. Also umkehren, nächste Abbiegung testen. Irgendwo muss es doch aus diesem Nirvana wieder raus gehen! Unsere Navis meinten jedenfalls überwiegend, wir befänden uns im NICHTS, wir hatten kein brauchbares Signal ... irgendwie...

3 Stunden und 65 km später (Mel hatte den Kilometerzähler beim Start auf 0 gestellt) hatten wir doch das Picknick Area erreicht und konnten an sowas wie Nahrungsaufnahme denken. Also Hunde tränken, auspacken, Tisch decken und die Ruhe genießen.

Natürlich... muss nach dem Essen auch abgewaschen werden! Ordentliche Hausfrauen haben eben alles dabei ;-)

Auf dem Heimweg gegen 17 Uhr machen wir noch einen kurzen Stop am Scenic Lookout und genießen den Weitblick bis zum Pazifik.



Batida ist geschafft von der Tour - aber glücklich! Inzwischen schläft sie mit zuckenden Pfoten auf ihrer Decke draussen auf der Veranda. Heute nacht wird sie wohl die nachtaktiven Gartenbewohner zur Abwechslung mal in Ruhe lassen. Es war ein herrlicher Tag! Muss unbedingt wiederholt werden, haben wir beschlossen. Aber erst mal muss das Auto gewaschen werden, damit sich das lohnt! ;-)

Samstag, 27. September 2008

Guten Morgen! Es ist 7 Uhr... und während die Männer noch schlafen, dreh ich meine Morgenrunde mit Batida. Ein Blick aus der Haustür über die Straße - gegenüber "fließt" der Sheepstation Creek. Fließen ist wohl etwas übertrieben, das ist eher ein stehendes Gewässer im Moment, mit kleinen Billabongs (Wasserlöchern) zwischen den Bäumen. Der Wald schluckt die Geräusche der dahinter liegenden Straße - es ist herrlich ruhig, idyllisch und die Luft ist von Vogelgezwitscher erfüllt...

Ein Blick nach rechts aus der Haustür heraus - und was sieht man? Richtig! Berge...!!! Nicht danz so nah wie die Harzer Berge, aber dennoch nah genug für Kurztripps, wenn einem danach ist. In der entgegengesetzen Richtung liegt die Küste auch nicht weit entfernt.


Das erste Frühstück "zu Hause". Ideales Wetter, um in der Morgensonne auf der Veranda zu frühstücken. Aber vor dem Vergnügen kommt die Arbeit - also heißt es für die Männer: Stühle zusammen bauen!

Der Tisch ist ein "Klapptisch", ohne viel Aufwand steht er. Guten Appetit!

Nach dem Frühstück ein kleiner Spaziergang durch den Garten. Möchte jemand mitkommen?













Das Vogelgezwitscher, den süßen Frühlingsduft und die warmen Sonnenstrahlen müsst Ihr Euch denken, die kann ich leider nicht durch die Leitung schieben!