




Dann reparierte Simon die leckende Dachrinne ... und hatte dabei ziemlich aufdringliche Gesellschaft ;-) (man achte auf seinen rechten Ellenbogen).
Brad hatte wohl ausgeschlafen (es war später Nachmittag) und schaute erst mal nach, ob in der freien Hand vielleicht etwas Futter ist.
Wir wurden während der ganzen Räumerei und Putzerei von unzähligen Augen beobachtet und es wurde lauthals in den Baumkronen diskutiert ob dieses ungewohnten Treibens da unten ... Die Loris mussten sich erst mal nachdenklich am Kopf kratzen.
Die Kookaburras saßen als stille Beobachter in den Ästen - und wenns zu langweilig wurde, musste eine kleine Echse oder dergleichen dran glauben, was dann für entsprechenden Lärm untereinander sorgte. Es gab aber auch Beobachter, die nicht zu sehen waren und sich erst zum Abend zeigten.
Nach getaner Arbeit sollte das Bad im Pool eigentlich für Abkühlung sorgen. Herrlich war es auf jeden Fall, aber Abkühlung definiere ich dann doch ein bisschen anders: Lufttempatur um 6 Uhr abends 26°C, Wassertemperatur 30°C. Es war eine Überlegung wert, sich Gedanken über den nächtlichen Schlafplatz zu machen, wärmer ist es in meinem Bett auch nicht ;-)
Dann war das Abendessen fertig, Simon hatte fleißig gegrillt - und während wir gemütlich speisten, die Ruhe im nächtlichen Garten und vor allem im nächtlichen Beachmere genossen und über die kommende Woche philosophierten, schlich sich einer der stillen Tages-Beobachter heran. Darf ich vorstellen: Brad (von Pascal so getauft), unser Hausgeist. Jetzt wissen wir endlich, dass die nächtlichen Geräusche auf dem Dach wirklich von einem Possum stammen!
Der Kleine zeigte sich als ausgesprochen zutraulich. Wir hatten zufällig noch eine Nektarine, die unbedingt weg musste - und die Brad sich natürlich gleich sicherte und in aller Ruhe verspeiste, während er die anderen Leckereien auf unserem Abendbrot-Tisch im Auge behielt.
Batida beobachtete das Treiben im Gebälk fasziniert. Entgegen ihrer Art gab sie nicht einen Laut von sich, sondern sah zu, dass ja nichts, was Brad aus den Fingern rutsche, auch nur ansatzweise den Boden berührte - ein perfektes Team.
Während wir uns um die Innen- und Aussenarbeiten kümmern, muss natürlich auch Pascal mit ran. Er hat den Auftrag, den Rasen auf eine augenfreundliche Höhe zu bringen ...
Trotzdem ist ja noch genug Licht, um die angefangenen Arbeiten zu beenden. Die Dächer werden abgefegt.
Pascal guckt nach, wie kalt das Wasser ist - zu kalt, um heut noch zu baden (na gut, da teilen sich die Meinungen, aber ich hab leider keine Badesachen dabei. Noch nicht).
Auch Pascal macht dann bald Feierabend - er mühte sich aber redlich. Und morgen gehts weiter. Über 4000 qm Rasen, die wollen erst mal gemäht sein ;-)
Zum Mittag wollten wir uns in Scarborough mit Freunden zum Barbecue treffen. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Abstecher nach Beachmere, um nachzuschauen, wie die aktuelle Lage nach dem Containerschiff-Unglück ist. Beruhigender Weise war auch heute weit und breit keine Ölverschmutzung erkennbar, alles sah und sieht aus wie immer. Auch auf Bribie Island ist der Woorim-Strand (trotz offiziell anders lautender Informationen) im Moment weder verschmutzt noch gesperrt, haben wir von dort wohnenden Freunden erfahren.
Quen erwartete uns schon in dem schönen Park an der Küste in Scarborough - und wir suchten uns ein schattiges Plätzen in der Nähe eines freien Grillplatzes und hatten einen tollen ruhigen Nachmittag mit herrlichem Ausblick.
Halb 6 verabschiedeten wir uns von allen und machten auf der Rückfahrt noch Halt im Hafen von Scarborough. Ein traumhafter Sonnenuntergang wirkte wie ein Magnet auf uns - so dass wir erst halb 7 den entgültigen Heimweg antraten.


