Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Freitag, 12. Juni 2009

*hatschi* ... Wir haben Winter ... es ist schwe...kalt, zumindest nachts (um die Null Grad) und auch tagsüber ist es im Schatten eher bescheiden. Bei uns im Garten war das Minimum 5°C und die Tageshöchsttemperaturen lagen heute bei 20°, was mir nicht viel nützt, wenn ich in der Schule rumsitze (mit Aircon, selbstverständlich!!!) - und als Resultat dieser extremen Temperaturschwankungen hab ich mir eine fette Rüsselseuche eingefangen. Nee, die Swine-Flu isses nicht (dafür sind die Symptome zu "sanft"). ;-)

Was machen Deutsche, die in Australien sitzen und frieren? Keine Ahnung, was die andern machen. Heizungen sind in den herkömmlichen Häusern eher die Ausnahme, im Glücksfall hat man eine Aircondition, die nicht nur im Sommer kühlt, sondern auch im Winter heizt - so wie unsere. Da wir uns nicht von der nächsten Stromrechnung erschrecken lassen wollen (die Dinger saugen ja ziemlich was an Strom), gabs einen Familienrat. Wir haben uns gestern ein kleines Stückchen Luxus gegönnt und uns einen "Kamin" geleistet. Nicht nur wir genießen die Wärme ... und dahin zieh ich mich jetzt auch wieder zurück. Jetzt müsst Ihr auf Neuigkeiten warten, bis meine Finger wieder aufgetaut sind und meine Nase aufgehört hat zu tropfen. Genießt den Sommer, wir freuen uns auf den Frühling!

Dienstag, 9. Juni 2009

Zum späten Nachmittag entdeckten wir ein Pärchen schwarze Kakadus in unserem Garten. Diese Gesellen haben wir bislang nur auf Bribie Island hier in dieser Region gesehen - der Besuch in unserem Garten hat uns also sehr erfreut. Die beiden ließen sich beim Knacken der Samenkapseln überhaupt nicht stören, sondern schnatterten mit vollem Schnabel lustig weiter, bis sie sich für eine Nachspeise entschieden, die es wohl nicht in unserem Garten gibt - und weiter zogen. Wir hoffen, sie kommen bald wieder, sie sind wunderschön anzusehen, wenn auch perfekt getarnt mit ihrer Zeichnung.
Am Sonntag trafen wir uns zu einem kleinen Barbeque in Springfield Lakes im Süden von Brisbane mit Gleichgesinnten - in dem Fall mit Handwerkern, die sich hier in der Gegend "rumtreiben" - zum Erfahrungsausstausch. Andreas der Elektriker war hier im wahrsten Sinne des Wortes der Drahtzieher und es war toll. Das Wetter spielte mit, der Park war wunderschön und auch die vielen Kinder genossen den Nachmittag in vollen Zügen.
Fachsimpeleien, während das Essen auf dem Grill brutzelt ...
Es war ziemlich windig, aber die Sonne meinte es gut (wenn nicht grad eine Wolke davor war). Nur im Schatten war es ein bisschen frisch. Naja, wir haben Winter, dem Wetter sei es verziehen.
Die Kleinen UND die Großen hatten sichtlich ihren Spaß.
Vorführen, nachmachen ...
... und den Beifall einsacken. So schnell geht das!
Wir waren schon auf dem Rückweg, als sich der Abend über die Lakes senkte. Da wir 2 einsame Hunde zu Hause hatten, mussten wir als erste "Good bye" sagen.
Andreas, vielen Dank für die schönen Bilder. Da ich meine Kamera vergessen hatte (aus innerbetrieblichen Gründen), war ich auf die Ausbeute der anderen angewiesen und mit Andreas' Erlaubnis sind ein paar dieser Bilder nun hier zu bewundern. Wir freuen uns auf's nächste Mal. Wir haben wieder nette Leute kennen gelernt und alte liebe Freunde getroffen. Es war toll!!!

Und nun tauche ich ab in meine geliebte Zeitschrift, die alle 3 Monate aus Deutschland - sozusagen druckfrisch - hier eintrudelt. Heute war die neue Ausgabe der "verFilzt Und zugeNäht" im Postkasten. Tässchen Tee gegen das Kratzen im Hals, Kissen für einen warmen Rücken und ab auf die Liege in der Sonne ... bis denni!

Montag, 8. Juni 2009

Nicht nur am Beach kann man wunderbar entspannende Spaziergänge machen. Heute lockte mich das "Innland". Hinter den Sportplätzen von Beachmere entdeckte ich einen Trampelpfad, der äußerst einladend wirkte. Daran waren die vielen Vogelstimmen aus dem Unterholz bestimmt nicht ganz unschuldig. Ein Auge immer auf dem Boden (Schlangen!!!), hab ich - nur wenige Schritte von zu Hause entfernt - die Zeit vergessen ;-)
Auf den kleinen Weihern, von der letzten Flut gut gefüllt, entdecke ich ein Pärchen schwarze Schwäne.
Die kleinen flinken Finken, die durch das lichte Unterholz huschten, waren schwer vor die Linse zu bekommen. Scharfe Aufnahmen waren Glückssache ...
Zum Sportplatz gehören auch Tennis-Plätze.In unserer Straße hüllen sich einige Bäume in herbstliche Farben und werfen das Laub ab. Ein schöner (und hier eher seltener) Anblick - und ein vertrauter Duft von Herbstwald ;-)
Dennoch blüht es auch immer noch überall.
Auch der Hibiskus ist unermüdlich. Irgendeiner der Büsche hat immer ein paar Blüten und Knospen. Ich bin mal gespannt, wann ich an den beiden Büschlein aus dem Hibiskus-Paradies die ersten Blüten begrüßen darf ...
Unsere Terrasse ist der Platz, an dem sich die Erinnerungsstücke an unsere Mittelalter-Zeit zusammen finden. Wassereimer und Sturm-Laterne (von Felix) aus Walternienburg, die Öllampe, die unser Zelt erhellte - und die steinere Ratte von Isabell. Weitere Dekorationsarrangements sind in Arbeit.

Freitag, 5. Juni 2009

Auch hier in Beachmere gibt es traumhafte Sonnenuntergänge. Erst recht dann, wenn die Sonne es durch die Wolken schafft, was ja in den letzten Wochen eher seltener der Fall war. Scheint, dass es langsam wieder besser wird, das Wetterchen.
Nachmittags ist ab und an auch mal Zeit für einen Strandspaziergang. Die Hunde genießen ihn genauso wie wir. Hera ist überhaupt nicht zu bremsen, sie holt sich ihre geliebten Schwimm-Einheiten.

Dienstag, 2. Juni 2009

Nicht dass es langweilig wird: für die nächsten 3 Wochen haben wir tierische Gäste. Stormy und Hera verbringen ihren Urlaub bei uns, während sich Mami Melanie zusammen mit Steve in der Weltgeschichte rumtreibt und New South Wales erkundet. Stormy hat sogleich mit der Vogel-Aussenwelt Kontakt aufgenommen, während Hera und Batida sich wider Erwarten vorsichtig und mit Respekt-Radius begegnen, darauf achten, sich nicht zu nah zu kommen und dennoch in meiner Nähe zu sein.

So beobachteten sie mit Argus-Augen, was ich denn da in der Küche brutzle ... und haben sich schwesterlich die Fleisch-"Abfälle" geteilt ...
... während Stormy zum Abendbrot einen Apfel knabberte und das weitere Geschehen in den Töpfen dann von meiner Schulter aus beobachtete und lautstark kommentierte.
Heute gibt es Oregano-Lamm, Kretanische Kartoffeln und Couscous-Salat. Das Essen gart noch ... aber unser Zahn tropft schon!

Mel, mach dir keine Sorgen, das klappt schon mit den beiden "Zicken". Genieß den Urlaub und die "kinderfreie" Zeit. Gute Fahrt und kommt gesund wieder. Ach ja, und dreht mal den himmlischen Wasserhahn ab, wenn Ihr dran vorbei kommt ...

Sonntag, 31. Mai 2009

Wie beschäftigt man pubertierende Teenager am Wochenende, ohne selbst aktiv werden zu müssen? Man läd Freunde ein, die selbst Kinder in dem Alter haben und überlässt diese dann sich selbst. Wunderbar - die 4 Jungs (11, 12, 13, 14) hatten sofort nach der Ankunft die Idee, doch mal eben "zum Beach zu gucken". Stunden später kamen sie kurz zum "Futter fassen", dann waren sie wieder verschwunden - und wir Erwachsenen hatten gegen 15 Uhr das dringende Bedürfnis, doch mal nachzuschauen, was die Jugend denn den ganzen Tag da "unten" trieb (man weiß ja nie :-) ).

Und was sahen unsere erstaunten Augen? Traute Gemeinsamkeit beim Sandburgen bauen (Achtung: Alter steht oben!!!) und fischen mit gefundenener Angelsehne, Haken und daraus selbst gebauter Angel ... allerdings ohne Anglerglück ... Erst als es dunkel wurde und wir schon längst wieder im Garten saßen, fanden die Jungs den Weg nach Hause. Das nenn ich doch mal einen entspannten Nachmittag ;-))) Lieben Dank an Silke, Andreas, Astrid und Reiner! Wir sehen uns nächste Woche *freu* ...

Die Kite-Surfer zu beobachten, machte schon Spaß. Vor allem bei dem recht frischen Wind reichte schon die Vorstellung, sich in dieses (wenn auch nicht kalte) Nass begeben zu müssen, um solche Sportarten zu betreiben ... nee, danke.
Schien aber nicht sooo anstrengend zu sein. Immerhin einhändig ...
... und das bei dem doch recht heftigen Wind und "gefährlicher" See. (So sieht das aus, wenn Flut ist.)
Zum Abschied noch ein kleines Schwätzen ... wobei dann das Geheimnis um die Wassertiefe unter dem Surfboard gelöst wurde. War also dann doch nicht ganz so gefährlich, aber trotzdem nass und bestimmt auch ein bisschen frisch.