Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Freitag, 25. September 2009

Beobachet von Hans (diesmal stille, nicht lachend, aber dafür um so aufmerksamer), gönnte ich mir heute in aller Frühe einen Strandspaziergang auf Bribie Island.
Der Staub des letzten Sandsturms schwebte immer noch in der Luft, wie man über dem Meer sehen konnte - und wurde durch den Wind wieder Richtung Festland geweht. Allerdings DAS nicht wirklich sichtbar (diese Infos hab ich aus den Nachrichten aufgeschnappt, am strahlend blauen Himmel wars an der Küste nämlich nicht zu erkennen).
Batida genoss den leeren Strand, ab und an mal ein Spielchen mit anderen Vierbeinern, vor allem aber das Jagen und Fangen ihres geliebten schwimmfähigen Kongs. Es gibt nicht viele Sachen, die bei ihr länger leben und nicht dem Genussknabbern zum Opfer fallen. Der Kong und der Quietschhahn allerdings werden vorsichtig "bekaut", so dass sie keinen Schaden nehmen ;-).
Das Wasser war herrlich warm und es wehte eine angenehme Brise. Wir konnten uns erst nach knapp 3 Stunden dazu entschließen, uns auf den Heimweg zu machen. Was mir eine schöne frische Bräune bescherte ... und Batida einen recht entspannten restlichen Tag, schlummernd im Schatten der Palmen im Garten.
Ab morgen abend gehts hier zur Abwechslung mal richtig turbulent zu - wie in alten Zeiten sozusagen. 4 Jungs, ein Hund ... und tolles Wetter (hoffentlich). Wir werden sie schon zu beschäftigen wissen, DAS war ja noch nie unser Problem *smile*

Mittwoch, 23. September 2009

Verrücktes Wetter ...

Nachdem schon vor einigen Tagen Meldungen über Sand- und Hagelstürme in Südaustralien durch die Nachrichten spukten und es auch bei uns seit gestern ziemlich windig (aber dennoch warm) ist, haben wir nun heute auch ausreichend merkwürdiges Wetter. Morgens gegen 6 nach Sonnenaufgang war es noch sonnig, vormittags hielt sich die Sonne, allerdings oft verschleiert von diesigen Wolken, während es extrem stürmisch wurde. Und gegen Mittag zog es sich zu. Aber nicht etwa normal, sondern orange bis gelb farbener Staub lag in der Luft. Die Bilder aus Sydney (klick) lassen eher auf eine Metropole mitten in der Wüste schließen. Der Sandsturm kam von dort und legte sich auch über Brisbane. Selbst auf Flickr gibt es Fotos vom Sandsturm in Brisbane (klick) und Sydney (klick). Hallo, Jessi, Ela und alle anderen dort unten in Sydney, seid Ihr okay?

Bei uns hier in Beachmere ist es irgendwie auch immer noch extrem staubig. Mir juckts in der Nase, obwohl ich alle Fenster und Türen geschlossen habe ... und wenn ich barfuß durchs Haus laufe, spüre ich den feinen Staub auf den Fließen (und ich hab vor nicht mal 24 h alles durchgewischt, von einer "faulen" Hausfrau kann also nicht wirklich die Rede sein).

Für alle Nichtenglischsprachler gibts hier deutsche Berichte: klick, klick, und interessanter Weise habe ich bei keinem deutschen Online-Nachrichtendienst und auf keiner Website der großen deutschen Tageszeitungen entsprechenden Meldungen gefunden. Kommt also vermutlich noch, wenn die Reporter bei Euch ausgeschlafen haben ;-) Aber DAS HIER habe ich noch gefunden, ist aber schon fast ein Jahr alt (also nicht wundern).

Für den kommenden Sommer wird nicht nur eine extreme Hitze und Trockenheit vorher gesagt, sondern auch damit verbunden eine sehr hohe Brandgefahr. Das ist auch der Grund, weshalb hier rund herum schon seit Wochen immer wieder Backburning betrieben wird ... einfach, um die Gefahr etwas einzudämmen, dass ähnlich wie im Februar in Melbourne beim kleinsten Funkenflug alles lichterloh anfängt zu brennen.

Hoffen wir mal, dass der Regen im November genauso ergiebig ist wie letztes Jahr und wir nicht wirklich so extrem auf dem Trockenen sitzen hier. Wir haben zwar das Glück, überall auf dem Grundstück verteilt Wasserhähne zum sprengen des Rasens zu haben (Borewater), aber hoffentlich brauchen wir die auch wirklich NUR dafür.

Montag, 21. September 2009

Herzlichen Glückwunsch an Jessi, unseren 10.000sten Blogbesucher! Ja, Wahnsinn!!! Liebe Grüße nach Sydney. Und noch viel Spaß beim Lesen hier bei uns.

Wir sind am Samstag mal wieder einem unserer liebsten Hobbies nachgegangen: Umziehen! Aber nein, keine Bange, wir waren "nur" Helfer - und haben Silke und Andreas beim Umzug in ihr erstes eigenes australisches Heim in der Nähe von Gatton geholfen. Sie sind nun stolze Haus-, oder sollte man besser sagen FARM-Besitzer. Auf jedenfall ist das Grundstück groß genug, um die 3 Jungs fast außer Hörweite zu bekommen, ohne sie von selbigem runter werfen zu müssen. Silke freut sich sichtlich - wir gratulieren zu diesem ausgesprochen herrlichen Fleckchen australischer Erde. Ihr habts Euch wirklich verdient! (Andreas war fotografisch leider unpässlich, aber der kommt mir auch noch vor die Linse, versprochen ... ).
Schon allein die vordere Veranda ist traumhaft. Schön grün, viele Pflanzen geben ein kuschliges Gefühl ...
Aber auch das "restliche" Grundstück finde ich ausgesprochen anziehend. Einfach so viele das Auge anziehende Blickpunkte ... traumhaft.
Dieser vergessene Sattel könnte bestimmt einiges erzählen. Sieht aus, als hätte er ein Feuer mitmachen müssen.
Und die Jungs testeten gleich erst mal den Pool. Und entscheiden: zu kalt zum baden. Für Spiele am Wasser hats aber gereicht.
In der Abenddämmerung gingen sie dann auf Krötenjagd. Ziemlich erfolgreich übrigens. Pascal macht jetzt dort erst einmal 1 Woche Ferien. Am kommenden Samstag zieht die ganze "Bagage" dann zu uns nach Beachmere um, um die zweite Ferienwoche am Wasser und hier in der Umgebung zu verbringen.
Wir wünschen Euch in Eurem neuen Heim alles Gute und dass Ihr dort die gesuchte und verdiente Ruhe findet. Daumen hoch für eine neue tolle Zukunft. Und willkommen im Club.

Dienstag, 15. September 2009

Am Samstag morgen kam Melanie mit Hera und Quentin "vorbei". Kurzes Frühstück mit leckeren Brötchen und dann ab zum Beach für einen entspannten Spaziergang im flachen Wasser bei langsam hereinkommender Flut. Herrlich! Das Wasser war angenehm warm, wir hatten ein laues Lüftchen und es duftete nach Meer, Blüten, Frühling ...

Montag, 7. September 2009

Sonntag, 06. September - Vatertag in Australien ...

Tja, hier ist eben wirklich so manches anders. Vatertag feiern die Australier nicht "kirchengebunden" .. sondern im September, wenn Frühling ist eben (das ist der einleuchtenste Grund, der mir grade einfällt). Wir feierten aber nicht nur Vatertag, sondern waren auch zum Handwerker-Treffen an der Gold Coast verabredet. Dieses Treffen wird langsam zu einem festen Termin im Kalender. Immer am ersten Sonntag im Monat - und immer ist wer anders dran mit der Auswahl des Treffpunkts. Da die Truppe immer größer wird, weil immer wieder neue Gesichter in der Runde auftauchen, hat das den Effekt, dass man dadurch richtig rumkommt in der Gegend. Gestern hatten wir bei weitem nicht die weiteste Anfahrt, und trotzdem hatten wir von der Haustür bis zum Treffpunkt 124 km zurück zu legen. Aber es hat sich gelohnt. Das Wetter hat mitgespielt, es war mal wieder richtig toll, all die Bekannten und Freunde ... und einige bis gestern Unbekannte ... zu treffen. Und wir wissen jetzt, wo wir NICHT wohnen wollen: An der Gold Coast.

Ist ja nicht so, dass es hier nicht traumhaft wäre. Im Gegenteil. Aber was hier genauso traumhaft wie die Aussicht und das "Feeling" ist, sind die Miet- und Kaufpreise für Wohnungen und Häuser, die Lebenskosten im Allgemeinen ... und dieses "Sardinenhafte". Wir lobten uns gestern insgeheim wieder einmal für unser stilles Fleckchen Erde, auf dem wir derzeit leben ;-)
Na gut, dass es sooo voll auf der Esplanade war, lag eben auch daran, dass die Australier patriotisch alle draussen Vatertag feierten (hatten wir das Gefühl). Aber trotzdem. Ähnlich voll war ja die Esplanade in Noosaville vor 4 Wochen. Auch so ein Ort, der zwar schön, aber für uns nix zum Leben ist. Tja, und da wir eben gestern nicht die Einzigen waren, die sich zum Barbie trafen, mussten die Männer einen günstigen Augenblick abwarten, um einen freien Grillplatz zu ergattern. Aber dann gabs kein Halten mehr ...
Es hieß: Auf die Plätze, fertig, Grillen!!! Und wer freut sich da diebisch auf die Kebab-Spieße? Jawoll, nicht nur Simon, sondern auch ein zufällig derzeit hier als Backpacker herum gondelnder Michi (rechts hinter Simon), seines Zeichens ein ehemaliger Arbeitskollege aus der Tischlerei in Bad Harzburg, in der Simon 27 Jahre gearbeitet hat. Nee, nicht nur die Welt ist klein, Australien sowieso! Da Michi auch Handwerker ist, stopften wir ihn einfach mit ins Auto und schleppten ihn mit zum Treffen. Kommt davon, wenn man sich in unseren Dunstkreis wagt. ... war also gestern auch ein "Ehemaligen"-Treffen, nicht nur ein Handwerker-Treffen ... sozusagen ;-)
Es gibt ja 2 Regeln: 1. Lass die Männer am Vatertag in Ruhe und 2. keine Frauen am Barbie. Tja, beide Regeln können wir Weibsen ja doch ziemlich gut befolgen, erst recht in einer gemütlichen Tratschrunde, versorgt mit Knabbereien, Dipps, nem Gläschen Wein und ner Menge Gesprächsstoff.Derweil hatten auch die Kids ihren Spaß, fuhren mit Tobis Nußschale (sorry, BOOT) auf dem Wasser zwischen den Yachten spazieren, versuchten sich wieder mal im fischen und vergnügten sich nebenbei mit Stadt-Land-Fluss (keine Ahnung, ob sie es auf deutsch oder englisch spielten, aber ich hatte den Eindruck, sie bogen sich das immer so zurecht, wie sie es brauchten).Was machen Männer am liebsten? Genau, tiefsinnig über die doch ziemlich ernsten Themen dieser Welt gemeinsam bei einem Bierchen ... SCHWEIGEN ... und genießen! Nicht, dass sie erfolgreicher gewesen wären als die Kids. Aber wenigstens die Fische wurden satt (vermutlich sind die im Training, die Köder abzuknabbern, ohne selbst an den Haken zu gehen. Solche komischen Typen mit Stock stehen ja hier ständig rum ...).
Es war herrlichstes Wetter, wolkenloser Himmel und es wehte ein etwas kühler, aber nicht unangenehmer Wind. Gegen halb 8 abends waren wir wieder zu Hause - über der Moreton Bay am Strand von Beachmere ging der Vollmond auf und spiegelte sich in den Wasserpfützen, die die Ebbe stehen lassen hatte. In 4 Wochen sind WIR an der Reihe, und dann werden wir wohl den kürzesten Anfahrtsweg zum Treffen haben!24 Stunden später (also in diesem Augenblick) gießt es wie aus Kübeln. Freut uns natürlich für den Garten, für den Pool und überhaupt. Da kann man doch gleich besser schlafen, mit einem gemütlichen Regenrauschen im Ohr. Guts nächtle und bis demnächst mal wieder.

Mittwoch, 2. September 2009

Und nun blüht das Orangenbäumchen mit seinen zwei ersten geöffneten Blütenknospen - und die duften ... hmmm
Die Lorikeets veranstalten am Futterplatz mal wieder eine Futterschlacht, unglaublich. Nachdem die Kakadus und die Galahs schon kräftig für Chaos gesorgt haben, erledigen die Loris zusammen mit den Tauben und Enten den Rest. Da ist dann wohl mal wieder ein Putztag angesagt, wenn das Futter alle ist. Die saubersten und vorsichtigsten Vögel sind immer noch die Raben.