Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an.
Kurt Tucholsky, 09.01.1890 - 21.12.1935, dt. Schriftsteller

Mittwoch, 8. Juni 2011

Wiener Frühling ... konnten wir mit hochsommerlichen (heißen) Temperaturen in den letzten Tagen genießen. Die Stadt zeigte sich von ihrer besten Seite und irgend jemand hatte brilliantes Wetter für uns bestellt. Wir hatten uns viel vorgenommen und fielen abends wie erschlagen ins Bett, nachdem wir zu Fuss die vielen Sehenswürdigkeiten angesteuert hatten, die wir uns ansehen wollten. Geplant waren da unter anderem neugierige Blicke in den Stephansdom ...
... in die Peterskirche ...
... und in die mittelalterlichen Gäßchen der Donau-Stadt.
Der Naschmarkt ließ unsere Zähne tropfen und wir genossen frisch gepressten "Marillen"-Saft, leckeren Eiskaffee und glutenfreie Schokoladen-Torte.
Der Volksgarten hatte sich in tolle Rosenblütenpracht gehüllt.
Vor den Toren des Volksgartens das Parlament mit prunkvollen Monumenten auf dem Vorplatz und auf den Dächern ...

Überall wunderschöne alte Fassaden, auf Schritt und Tritt begegnet man gut erhaltener und gepflegter barocker Geschichte.
Im Stadtpark genossen wir den Sonntag Nachmittag bei einem Wiener Melange im kühlen Schatten alter Bäume, bevor wir weiter über die altehrwürdigen Wege schlenderten.

Es war heiß und wir nutzten jede Gelegenheit einer Erfrischung an einer der vielen Trinkwassersäulen in der Stadt.
Was ist ein Wien-Besuch ohne eine Fahrt mit dem Fiaker? Natürlich ließen wir uns dieses Ereignis nicht entgehen und wurden mit einer tollen Stadtrundfahrt belohnt, die uns unter anderem auch durch die Wiener Hofburg führte (später dann noch einmal zu Fuß).
Auch das 1. Hundertwasser-Haus, welches in Wien steht (das letzte von Friedensreich Hundertwasser geplante steht ja in Magdeburg und fasziniert mich ebenso), stand auf dem Programm. Einfach toll, überall farbenfrohe lichtdurchflutete Aus- und Einblicke.

Den Abend ließen wir bei einem Gläschen Wein in den Wiesen an der Donau ausklingen.
Ein "Muss" war für uns auch der Besuch des Biedermeier-Friedhofs "St. Marx", auf dem von 1784 bis 1874 Beerdigungen durchgeführt wurden und der zur Zeit liebevoll und ausgesprochen sanft restauriert wird, um das Flair der stillen Stätte zu erhalten.
In den Gärten des Belvedere wandelten wir auf Sissis Spuren.
Und als krönender Abschluß dieser wunderschönen Wienreise gönnten wir uns Montag Abend eine Fahrt mit dem historischen Riesenrad im Wiener Prater und schlenderten dann bis zum Dunkelwerden durch die Gassen des Parks, vorbei an kuriosen und atemberaubenden stationären Fahrgeschäften.
Es war ein traumhaft schönes Wochenende, wir hatten eine Menge Spaß, es war super anstrengend und ebenso lustig. Ganz lieben Dank an Mutti und Vati für diese unvergesslichen Stunden.
 

Donnerstag, 2. Juni 2011

Hurra, wir haben Karten ... nächste Woche für Jochen Malmsheimer im Kabarett "nach Hengstmanns" in Magdeburg. Na, dann stimmen wir uns doch schon mal drauf ein ...


Mahlzeit!

Mittwoch, 1. Juni 2011

Das vergangene Wochenende war vollgepackt mit Verabredungen. Freitag morgen fuhr ich durch altvertraute Landschaften, die sich in gelbe Rapsblüten mit roten Mohnklecksen hüllten, in Richtung Harz. Papilein hatte mir sein Auto geliehen und dank Lisa, die im TomTom wohnt und mich beim Einschalten und Starten stets dran erinnerte: "Bitte fahren Sie rechts" ;-))) klappte alles reibungslos.
Nachdem ich vormittags meine liebe und völlig ahnungslose Sylvia an ihrem Arbeitsplatz in der Iberger Tropfsteinhöhle überrascht hatte, traf ich mich mit unserem Ältesten, Sohnemann Markus, in Goslar, der über 1000 Jahre alten, zum Weltkulturerbe gehörenden Kaiserstadt im Harz. Wir hatten ein paar schöne und gemütliche Stunden, genossen den Markt und frischen Erdbeerkuchen ...
Hotel Kaiserworth ... da dürften bei Simon reichlich Erinnerungen aufkommen. Nicht wahr, mein Schatz?
Nachmittags ging es dann zu meiner großen Schwester, oh ja, der Abend war lang, die Nacht kurz. War eben gemütlich. Trotzdem schaffte ich es Samstag vormittag pünktlich zur Kaiserpfalz Goslar, um mich noch einmal mit Sylvia und dann auch Caroline zu treffen (die AUCH nicht wusste, was sie erwartete ... es war herrlich.).
Samstag abend stand die Linedance Party von den Harlingtown Linedancern an. Unnötig zu erwähnen, dass es wieder spät wurde und es einfach toll war - oder?
Sonntags im Familienkreis bei Schwiegermutter und natürlich Marc, abends dann mit Jens und Carola gemütlich im Gärtchen bei Grapefruit-Hefeweizen (muss man mal getrunken haben, ausgesprochen erfrischend!). Am Montag ein "Geschäftstermin" in Hahausen, mein langjähriger Webdesign-Kunde wartete. Es gab eine Menge zu besprechen, zu planen und diskutieren. Die Ideen sprudelten nur so - und zum Schluß durfte ich noch ein paar Runden an der Innerste Talsperre sein jüngstes Projekt testen: Das Stepperbike (die Website ist noch mitten im Entstehungsprozess). Ein heißes Teil, absoluter Spaß- und vor allem auch Sucht-Faktor *unbedingthabenwill*. Jetzt ratterts in meinem Hirn, wie ich dieses Teil in die Rogers Street kriege.
Rasend schnell gingen diese 4 Tage im Harz vorüber, aber wir hatten alle eine Menge Spaß. Auf dem Weg zurück nach Magdeburg kam ich an unserem "alten" Mietshaus vorüber, in dem wir bis 2000 wohnten. Wow, hat sich das rausgemacht. Von innen war es ja damals schon komplett saniert, aber wir hatten es noch weiss getüncht in Erinnerung. Und nun bietet sich dieser Anblick:
Da macht das Wohnen doch gleich noch mal so viel Spaß. Irre ... ich find es genial.

Heute machten wir einen Kurzbesuch im "Schöne Dinge Cafe" in der Alten Apotheke in Magdeburg Sudenburg. Oh man, was bin ich froh, dass mein Koffer kaum noch freie Ecken, geschweige denn Platz für die größeren Nettigkeiten hat, die dieser Laden bietet. Aber Ideen, die brauchen ja keinen Platz im Gepäck. Zum Glück ...

Freitag, 27. Mai 2011

Auf den Spuren der Vergangenheit
trieben wir uns am Mittwoch (gestern) im frühsommerlichen Unstrut-Tal herum. 
Sachsen-Anhalt ist das "Land der Frühaufsteher", so wird man als Reisender begrüßt, wenn man über die Autobahnen aus den angrenzenden Bundesländern die Landesgrenze passiert. Und diese Tatsache wird auch in Nebra unübersehbar auf dem Asphalt untermauert.
Erstes Ziel war die Arche Nebra mit der Ausstellung "Ötzi - Tod im Eis" und der Himmelsscheibe von Nebra.
 
Im Planetarium der Arche Nebra wird auf beeindruckende Weise das Wissen unserer Altvorderen über die Zusammenhänge von Astronomie und Landwirtschaft berichtet. Die dazu gehörende Ausstellung gleicht einer beeindruckenden Zeitreise mit Unterstützung einer Hologramm-Fee.
Gleich nebenan "ruhte" Ötzi.
Nach dieser vormittäglichen interessanten Unterrichtsstunde in herrlicher Natur spazierten wir durch Frühlingslandschaften hinunter nach Nebra, um unseren kleinen Hunger in 'Marias Guter Stube' zu füllen, in der "Punkt 12 das Mittagessen fertig ist".

Mit Bratkartoffeln, Sülze und Köstritzer Schwarzbier im Bauch ging es weiter zum Kloster Memleben.



Nun waren wir auf den Geschmack gekommen und "sowieso grad in der Gegend". Also auf zur Burg Wendelstein. Wenns da oben ein Cafè gegeben hätte, hätten wir dort glatt die Zeit vergessen.

Hoch oben vom Wendelstein hat man einen tollen Blick über das Unstrut-Tal und das Unstrut-Wehr.


Dann doch noch einen Kaffee (und fette Eisbecher, warm genug war uns inzwischen) - im Cafè der Bäckerei "Meister Lampe" in Großfarnstädt. Zufälliger Weise lag dann auf unserem Heimweg auch noch die Burg Querfurt mitten auf der Straße ... mehr oder weniger.


Mit letzten Kräften hatten wir es bis in den Burghof geschafft ... und wurden jäh in unserem kreativen Foto-Schaffen gebremst, als wir völlig ahnungslos in die Dreharbeiten zum diesjährigen ARD - Weihnachts-Märchenfilm "Die zertanzten Schuhe" mit Diddi Hallervorden hinein platzten und Kameraverbot bekamen. Zu spät, die Komparsen waren schon auf unserer Festplatte verewigt. Nun haben wir einen Grund, uns auf Weihnachten zu freuen ...
Puh, war das ein Tag. Darauf einen Schluck erfrischendes Nass aus dem Trinkwasserbrunnen ...
und ab nach Hause. Denn heute stand Sightseeing in Magdeburg auf dem Programm. Unsere Beine sind jetzt gefühlt mindestens 20 cm kürzer und leicht abgewetzt. Aber der Reihe nach ... Nach einem mißglückten Einkaufsbummel (wir wurden einfach kein Geld los) schlenderten wir genüßlich über die Elbuferpromenade vom Petriförder zum Magdeburger Dom.
Magdalenen-Kapelle, Petri - und Walloner Kirche in trauter Dreisamkeit an der Elbuferpromenade. Und auch Meister Lampe genießt den Frühling an der Elbe.

Roßdeutschers Fährmann Ensemble und Wasserspielplatz im Vordergrund der Johannis-Kirche
Objekt unserer Begierde ist der Magdeburger Dom, der älteste (wenn auch nicht der größte) gotische Dom auf deutschem Boden.
Mechthild von Magdeburg, das fließende Licht der Gottheit - am Fürstenwall an der Elbe.
Durch den Garten der Möllenvogtei schlendern wir zum Dom.
Das älteste erhaltene Wohnhaus Magdeburgs (erbaut im 16. Jahrhundert)...
Teile der Bastion Cleve ...
Und dann der Dom ... einer der furchteinflößenden Wasserspeier, wunderschöne Höfe und Innenhöfe, und der Dom bräuchte sowieso eigentlich einen eigenen Blog. Daher hier nur Auszüge unserer gefühlt tausend Bilder.



Als krönender Abschluß ein Rundgang um das letzte Haus Friedensreich Hundertwassers, das in Magdeburg am Breiten Weg steht.
Wir haben und sind ... fertig. Bis demnächst in diesem Theater.